Buchvorstellung: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Das Schicksal ist ein mieser Verräter
von John Green

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München, 14. Auflage 2015
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 333 Seiten
ISBN: 978-3-423-62583-8
Preis: 9,99 Euro (für Kindle); 9,95 Euro (Taschenbuch); 16,90 Euro (Gebunden)
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Inhalt:

Hazel ist 16 Jahre alt und leidet an Krebs. Unheilbar. Ihr ständiger Begleiter ist eine Sauerstoffflasche, die ihre schwer kranke Lunge am Arbeiten halten soll. Starke Medikamente und dennoch jede Menge Schmerzen stehen jeden Tag auf’s Neue auf dem Programm. Zur Schule kann sie schon lange nicht mehr gehen, aber Hazel ergibt sich nicht einfach in ihr Schicksal. Ihre Mutter zwingt sie, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen, die Hazel aus tiefstem Herzen hasst. Doch genau dort trifft sie Augustus, einen 17jährigen Jungen, dem der Krebs ein Bein genommen hat. Im Gegensatz zu Hazel gilt er aber als „gesund“ und hat gute Chancen es auch zu bleiben. Augustus nimmt Hazel mit nach Amsterdam, damit sie die Gelegenheit hat ihren Lieblingsautoren zu treffen. Sie verlieben sich ineinander. Wieder zu Hause in Amerika macht Augustus Hazel ein Geständnis …

Meinung:

Ein „schönes“ Krebsbuch ? Gibt’s das ? Ja, das gibt es. John Green beschönigt die Krankheit nicht. Einfühlsam beschreibt er das „Leben“ unheilbar kranker Teenager. Die Hauptprotagonisten Hazel mit der Sauerstoffflasche, Augustus mit dem Holzbein und der bald blinde Isaac haben einen sehr schwarzen Humor entwickelt, mit dem sie der Krankheit die Stirn bieten. Das Leben ist sowieso schon schwer genug.

Die bissigen Kommentare lassen einen schon das eine oder andere Mal schmunzeln und sogar lachen. Trotz allem sind sie aber dennoch Kinder und an vielen Stellen im Buch wird das auch deutlich. Sie sind hilflos und schutzbedürftig. Sie sind wütend. Sie sind Teenager, deren Leben vorbei ist, noch bevor es richtig angefangen hat. Der schweren Krankheit zum Trotz entwickeln sie trotzdem zarte Gefühle der Verliebtheit, wohl wissend, dass der, der „übrig bleibt“, schwer verletzt wird, wenn sie sich ihren Gefühlen hingeben.

Hazel erzählt aus der Ich-Perspektive wie sie mit ihrer Erkrankung umgeht – mit einer gesunden Mischung aus Intelligenz und Ironie. Auch wenn sie nicht will, dass man sie ins Herz schließt, so muss man sie doch von der ersten Seite an gern haben.
John Greens Schreibstil ist einfach uns flüssig. Er verwendet eine klare Sprache, wie sie Teenager auch verwenden. Er beschönigt die Krankheit nicht, sondern stellt sie dar, wie sie ist: unbarmherzig und tödlich.

Fazit:

Anrührend ohne schnulzig zu sein. So ist John Green’s Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Es ist eines dieser Bücher, das nur schwarz oder weiß ist. Entweder man mag es, oder nicht. Ich mochte es. Ich habe die 333 Seiten innerhalb von anderthalb Tagen verschlungen. Ich konnte es nicht mehr weglegen. Von mir gibt es deswegen eine Leseempfehlung !

4 von 5 Sternen

 

Urlaub Teil 2 / Holiday Part 2

… da saßen wir also, am Houston International Airport … und warteten, und warteten, und warteten … :boring:

Unser Flug wurde im 20 Minuten-Takt nach hinten verschoben – erst gab es ein technisches Problem an der Maschine, dann musste auf eine aus Lybien kommende Maschine gewartet werden, die dann natürlich erst be- und entladen und gereinigt werden musste … Aber letztenendes konnten wir mit gut 3 Stunden Verspätung dann doch in Richtung Punta Cana starten.

Der Flug war die volle Katastrophe. Also, der Flug per se war schon okay, aber das Munchkin war eine volle Katastrophe. Nicht eine Sekunde hat dieses Kind die Augen geschlossen oder sich sonst irgendwie ablenken lassen. Hier rumhoppeln, da aus dem Fenster gucken, hier brüllen, da beißen. Ich hab 3 Kreuzzeichen gemacht, als wir endlich im Landeanflug waren.

Unser Gepäck war auch zügig da und die Schlange an der Ausgabe der Touristenkarten war auch überschaubar. Somit waren wir ruck zuck draußen und da wartete schon Mona auf uns.

Viel gesehen von Punta Cana haben wir leider nicht mehr, weil es schon dunkel war, aber wir waren dennoch beim Flughafen in so einer kleinen Einkaufszeile, in der es auch Restaurants gibt. Das war sehr nett angelegt und weil wir seit dem Frühstück kaum noch was gegessen hatten (im Flieger gab’s nichts), sind wir noch in ein Restaurant gegangen.

Ich glaube, es hieß „Caribo“, aber festlegen will ich mich nicht mehr. Das Essen jedenfalls war echt lecker – der liebste hat was typisches ausprobiert, ich bin beim altbekannten Hühnchen mit Pommes geblieben – so ist für den Zwerg auch was abgefallen 😉

Die 3-stündige Heimfahrt nach Santo Domingo haben wir zum größten Teil verschlafen, es war ja schließlich schon spät und wir waren vollkommen am Ende von der ganzen Reiserei.

So sind wir dann auch, bei Mona zuhause angekommen, schnurschnacks in unser Bett gefallen und bis zum nächsten Morgen nicht mehr aufgestanden 😉

Eine Woche waren wir bei Mona und ihrer Familie in Santo Domingo. Santo Domingo ist … nunja … es ist eine 3 Millionen Stadt in der Karibik 😉 Es war heiß :hot: manchmal laut, an manchen Stellen zum Abgewöhnen, aber auch interessant und teilweise wirklich schön. Die Sicherheitslage allerdings ist mehr als nur bedenklich 🙁

Wir sind ja nun wirklich keine ängstlichen Urlauber, aber in der Dominikanischen Republik gehen auch wir nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr auf die Straße. :stumm:

Was wirklich schade ist, denn die Altstadt ist wirklich wirklich schön und sehenswert. Santo Domingo gilt als die älteste von Europäern errichtete Stadt in der Neuen Welt. Offiziell wurde SD 1498 von Kolumbus‘ Bruder Bartolomeo gegründet.

 
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Am Plaza des Espana mit Blick über den Río Ozama liegt der Alcázar de Colón, der Palast des Vizekönigs, der Anfang des 16. Jahrhunderts von Diego Kolumbus, Christoph Kolumbus‘ Sohn, erbaut wurde. Im Vergleich zum Vorplatz wirkt dieser Palast eher winzig. Wir waren nicht drin, obwohl die Räumlichkeiten für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

 
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Ein Spaziergang führte uns über die Calle Las Damas und die Calle El Conde zum Parque Colon und der Kathedrale „Basilica Menor de la Virgen de La Anunciación“, der ältesten Kathedrale der Neuen Welt. Die Kirche gilt nach wie vor als unfertig, da die geplanten Glockentürme nie errichtet wurden. Ich wäre gerne rein gegangen, aber leider war eine Veranstaltung an dem Tag, so dass wir nicht rein konnten.

 
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Die Altstadt Santo Domingos ist seit 1990 Teil des UNESCO Weltkulturerbes der Menschen.

Ein Besuch im Botanischen Garten gehörte auch dazu. Der Botanische Garten ist wirklich sehenswert und richtig groß ! Es gibt ein Bähnchen, dass durch den Garten fährt und im Eintrittspreis enthalten ist. Das Munchkin hatte riesigen Spaß in der Bahn 😀 Keine Ahnung ob die immer so fahren, oder ob die den nahenden Feierabend gesehen haben – jedenfalls sind die mit einer affenartigen Geschwindigkeit auf den schmalen Wegen rumgeheizt … das war fast wie Achterbahnfahren :rofl: Am Japanischen Garten gab’s einen Stopp und man konnte durch den japanischen Teil spazieren gehen. Ebenso gab es die Option, vor dort zu Fuß weiter zu gehen. Wir haben uns für die Bahn entschieden 😉 Neu ist wohl eine Schmetterlingsfarm, die haben wir aber nicht gesehen – wir waren kurz vor Toresschluss erst dort.

 
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Während unserem Aufenthalt bei Mona stand auch ein Besuch im Casa de Espana auf dem Programm. Das Casa de Espana ist ein Club, in dem Mona und ihre Familie Mitglied sind. Der Liebste hat sich eine Runde Tischtennis mit Janio gegönnt und Mona, Munchkin und ich haben am und im Pool gechillt. :bruzzel: :chill: Für mich persönlich war es die ersten Tage viel zu warm – ich hab immer so meine Schwierigkeiten, bis ich mich an die Hitze gewöhnt habe 😛 :hot:

 
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Heilig Abend haben wir bei Verwandten von Monas Mann verbracht. Leute ! Wow, was für eine Party ! Nix mit „Stille Nacht, Heilige Nacht“ 😀 Wenn die Dominikaner irgendwas perfektioniert haben, dann das Feiern ! So etwas habe ich zu Weihnachten auch noch nie erlebt ! Das erinnerte eher an eine Silvesterparty, wie sie hierzulande üblich sind. Es war herrlich ! Das Munchkin ist glücklich mitten während der Karaoke-Performance weggeratzt und war auch nicht mehr wach zu kriegen :rofl: Im größten Krach hat der Zwerg friedlich auf Papa’s Armen geschlafen und hat die Party mit stoischer Ruhe über sich ergehen lassen. 😀

Am Wochenende waren wir am Strand. Playa Caribe ist etwa eine Autostunde von Santo Domingo entfernt und wirklich ein wunderbar schöner Strand. Er ist nicht so, wie man sich einen karibischen Strand vorstellt, also: der Sand ist gelb und nicht weiß und das Meer ist eher wild als türkis und ruhig, aber er hat Charme ! Das Munchkin war mit der allerersten Sanderfahrung leicht überfordert … Sand kam hier also nicht gut an. Die Brüllerei ging los, sobald die Füße das komische Zeugs berührten und sofort wurden die Knie bis zu den Ohren angezogen. 😡 Auch das Wasser … Naja, also mit den unkalkulierbaren Wellen muss sich der Zwerg erst noch arrangieren. Die eine kommt nicht bis zu den Zehen, die nächsten geht bis über den Kopf 😉 Und das am Strand 😉 Aber das wird schon noch – der Strandurlaub steht ja noch bevor !

 
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Auf dem Rückweg von Playa Caribe nach SD bietet sich ein Abstecher nach Boca Chica an. Weil wir aber Hunger hatten, haben wir von dem Örtchen nix gesehen und sind gleich ins Restaurant „Boca Marina“ gegangen. Das ist ja mal sowas von schön ! :love: Wow ! Eine Terrasse, die auf’s Meer hinaus geht, man sitzt also direkt über dem kristallklaren, türkisfarbenen Wasser. Dadurch, dass es dort keinen Sandstrand gibt, ist das Wasser auch nicht trüb – man kann die Fische beobachten, während man auf’s Essen wartet. Das Essen war auch sehr lecker – also wirklich eine Empfehlung, solltet ihr mal in der Nähe sein 😉

 
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Die Beschaffung eines Mietwagens jedoch schmälerte die positiven Erlebnisse etwas – obwohl wir eine Bestätigung per email hatten, hatte man kein Auto für uns … Mona hat alle verfügbaren Ressourcen eingesetzt, doch noch ein Auto für uns zu besorgen und so konnten wir also zwei Tage später als ursprünglich geplant, doch noch mit einem Mietauto zur Fahrt über die Insel aufbrechen …

 
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Buchvorstellung: Ich bin Malala

Ich bin Malala:
Das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten,
weil es für das Recht auf Bildung kämpft

von Malala Yousafzai
mit Christina Lamb

Verlag: Droemer ebook, Auflage 1 (08. Oktober 2013)
Format: Kindle Edition
Seitenzahl: 400 Seiten
ASIN: B00F11IMNA
Preis: 9,99 Euro (für Kindle); 19,99 Euro (Gebunden)
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Inhalt:

Anfang Oktober 2012 wird die damals 15-jährige Pakistani Malala auf ihrem Schulweg von Taliban überfallen und niedergeschossen, weil sie trotz des Verbotes durch die Taliban weiter zur Schule geht und für das Recht eines jeden Kindes / Mädchens auf Bildung kämpft und öffentlich auftritt. Eine Kugel trifft sie im Kopf. Wie durch ein Wunder überlebt Malala den Anschlag. Sie wird nach Großbritannien ausgeflogen und erhält die bestmögliche medizinische und rehabilitative Versorgung, so dass trotz der Schwere der Verletzungen kaum bleibende Schäden zu verzeichnen sind.

Meinung:

Die Geschichte von Malala ging um die Welt. Kaum jemand, der nicht schon einmal von dem Mädchen gehört hat, dass von den Taliban in den Kopf geschossen wurde und überlebte. Ihr Buch ist ein Buch über die Geschichte ihres Landes, die Geschichte ihrer Familie, ihre eigene Geschichte. In weiten Teilen des Buches wird über die Geschichte Pakistans berichtet, darüber, wie alles so kam, wie es letztlich gekommen ist. Wie die Taliban die Macht an sich gerissen haben, über die verzweifelten Versuche der Armee wieder so etwas wie „Normalität“ zurück zu bringen.

Man merkt, dass Malala das Buch keineswegs allein geschrieben hat. Ihre kindliche Beschreibung des Schulalltags, ihres Tales und ihres Tagesablaufs mag nicht so recht passen zur Beschreibung der Gräueltaten durch die Taliban, zur Beschreibung über die politische Situation Pakistans. Außer ihr kommen eben auch ihr Vater und nicht zuletzt Christina Lamb, die Mitautorin und international anerkannte Korrespondentin, zu Wort. Man muss sich immer wieder neu darauf einstellen, dass auf der einen Seite Malala von den Schönheiten des Swat-Tals berichtet und auf der nächsten Seite blutige Kämpfe zwischen Taliban und wem auch immer (mal die Armee, mal die Einwohner …) aus Sicht von Erwachsenen beschrieben werden.

Die Familiengeschichte ist kapitelfüllend und nicht immer hat sich mir erschlossen, was genau das nun alles mit Malalas Geschichte zu tun hat. Es wird erzählt, dass Schulausflüge von Mädchenschulen bereits ein Stein des Anstoßes sein können, oder ihr ausgelassenes Herumtollen im Wald. Genauso ist immer wieder von Selbstmordattentätern, von Gotteskriegern (Dschihadisten), von Märtyrer-Toden zu lesen. Davon, dass Schulen zerbombt werden und unzählige unschuldige Kinder sterben. Davon, dass Mädchen öffentlich ausgepeitscht werden; oder, noch schlimmer, von ihrer eigenen Familie vergiftet werden, weil sie „Schande“ über die Familie gebracht haben. Es wird berichtet von Erdbeben, von Akquise-Bemühungen der Taliban, von geköpften Soldaten und so fort. Manchesmal hat man das Gefühl, dass die radikalen Islamisten am liebsten das Leben per se verbieten wollen.

Und dann wieder kommt Malala, mit dem unerschütterlichen Mut eines Teenagers, der nicht aufhört an das Gute im Menschen zu glauben. Ein Mädchen, dass sich weigert aufzuhören zu lernen, zur Schule zu gehen. Ein Mädchen dass nicht aufhört darum zu kämpfen, dass ALLE Kinder auf dieser Welt eine Schulbildung bekommen.

Fazit:

Keine leichte Kost. Das ist kein Buch, dass man mal eben zwischendurch lesen kann, sondern eines, das einem Schauer über den Rücken jagt und einen manchesmal voller Unverständnis den Kopf schütteln lässt. Das einem an mancher Stelle die Tränen in die Augen treibt.

Es ist die Geschichte von Malala. Die Geschichte eines Mädchens, dass niedergeschossen wird, weil es sich den Forderungen einer Randgruppe wiedersetzt. Aber sie überlebt. Und nicht nur das. Malala lässt sich nicht den Mund verbieten. Sie macht weiter mit ihrem Kampf für das Recht auf Bildung für alle Kinder. An ihrem 16. Geburtstag im Juli 2013 hält sie vor den Vereinten Nationen eine beeindruckende Rede. Im Dezember 2014 erhält Malala den Friedensnobelpreis. Zu Recht.

4 von 5 Sternen

 

Urlaub Teil 1 / Holiday Part 1

Lange haben wir die 3 Wochen Urlaub herbeigesehnt ! Und dann war er endlich da: der 19. Dezember.

In der Früh um halb 7 hat uns meine Schwiegermutter abgeholt und an den Flughafen München gebracht. Von dort haben wir einen United – Flug nonstop nach Houston gehabt 😀

Entgegen meiner Befürchtungen hat das Munchkin den 12-Stunden-Flug ohne große Probleme über sich ergehen lassen. Bisschen aus dem Fenster gucken, bisschen schlafen, bisschen rumlaufen, bisschen Fernseh gucken – zack, schon waren wir im Landeanflug 😀

In Houston haben Janet und Alex uns am Flughafen abgeholt und zu sich nach Hause gebracht. Janet war mehr als fleißig und hat alle unsere Wünsche schon im Voraus erfüllt ! :love: So warteten also schon Sandalen, Bücher, LifeSavers und Rice Krispies Treats auf uns. Und auch Flip Flops für Muttern standen im Gästezimmer bereit :thunbs:

Freitag Abend waren wir dann in einem Steakhouse, dessen Namen ich leider schon wieder vergessen habe. Das Essen (ich hatte T-Bone – Steak, wie sich das für Texas gehört 😉 ) war ganz hervorragend, aber ich war sowas von platt, dass ich von der Unterhaltung kaum etwas mitbekommen habe und beitragen konnte ich auch nur noch wenig sinnvolles 😉 Das Munchkin hat die ganze Party brav verschlafen. Fix und foxi war der Winzling. :yawn:

Samstag morgen hatte das Zwergerl natürlich sehr zeitig ausgeschlafen (5:30 Uhr Houston-Zeit). Aber das war kein Problem – Janet war auch schon früh auf den Beinen und so hatten die beiden Zeit miteinander zu spielen 😉 Später war das Zwergerl dann mit Janet und Papa bei der Bank. Dort gibt es ein Konto vom Liebsten und irgendwie hatten wir da keinen Zugriff mehr drauf – jedenfalls ist das Problem jetzt auch gelöst.

Kaum waren die 3 zurück, ging’s auch schon wieder weiter: Shopping war angezeigt. Ich brauchte Jeanshosen. Gesagt getan. Nach dem Einkaufen hat’s mich dann aber auch echt ausgehebelt. :yawn: Ich war sowas von im Eimer, das kann sich kein Mensch vorstellen. Ein Glück war der Zwerg auch platt, und so haben wir ein gemütliches Nickerchen eingelegt. Ich weiß nicht, wie lange ich geschlafen habe, aber es war guuuut – aber nicht lang genug 🙁

Nach dem Abendessen, Janet hatte Burritos gemacht :eat: , waren wir im Houston Zoo. Dort gab’s die „Zoo Lights“ – wow ! Das war wirklich toll !

 


 
Danach war ich zu absolut nichts mehr zu gebrauchen und bin in mein Bett gewackelt :zzz: Das war’s aber leider auch schon wieder mit unserem Besuch in Houston 🙁 Am Sonntag früh um 7 hat Janet uns zum Flughafen gebracht, weil um 10:00 Uhr unser Weiterflug nach Punta Cana hätte sein sollen …

 
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Die Alete – Lüge :-(

Boah, bin ich sauer ! :kreisch: :stop: Wie kann ein Babynahrungs-Hersteller nur so dreist lügen ? Hmpf.

Ja, ich verfütter Gläschen an das Munchkin. Das Munchkin steht im Verdacht an Zöliakie zu leiden (was sich hoffentlich nur als vorübergehend entpuppen wird) und daher ist es schwierig selbst zu kochen, ohne erheblichen Aufwand betreiben zu müssen. Ist aber auch egal, per se ist weder bei Alete noch bei anderen Babynahrungsherstellern, Gift drin. Ich will auch überhaupt nicht die Qualität der Produkte in Frage stellen – ich kaufe so ziemlich alle der namhaften Hersteller gleichberechtigt, gerne und mit gutem Gewissen.

ABER:

Wenn auf dem Gläschen draufsteht: „ohne Zusatz von Verdickungsmitteln“ und dann ist da STÄRKE drin ?! Entweder bin ich total doof, oder die verarschen die Leute ! Ich nehme Stärke üblicherweise dafür her, Wasser in Soße zu verwandeln ?! Weil Stärke nämlich VERDICKT resp. „eindickt“ um beim korrekten Sprachgebrauch zu bleiben. Redet Alete in dem Fall bloß von so tollen Dingern wie „Xanthan“ ?! Na danke. Verdickungsmittel sind Verdickungsmittel. Egal wie sie heißen.

Wenn also mein Gläschen ohne Verdickungsmittel ist, warum ist dann Stärke drin ? Noch dazu: Stärke wird in der Hauptsache aus was gewonnen ? Sehr gut. Aus Kartoffeln oder Getreide. Und wie eingangs erwähnt haben wir ein Kind mit Verdacht auf Zöliakie.

Finde den Fehler ! :wand:

Nachdem also das an und für sich glutenfreie Mittagessen (Alete Rahmkarotten mit Reis und Geflügel, ab 10. Monat retour kam :puke: hat Muttern die Zutatenliste mal genauer gelesen. Zugegeben, das hätte ich vielleicht schon vor dem Kauf bzw. vor der Verabreichung tun sollen – hinterher ist man immer schlauer.

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Okay, es steht nicht „glutenfrei“ drauf – aber auch nicht „glutenhaltig“. Auf der Webseite von Alete findet man in den Allergeninformationen zu dem Produkt unter „Gluten“ – „Laut Rezeptur ohne Zusatz“. Und da ja eigentlich keine Verdickungsmittel (wozu ich Stärke nach wie vor zähle) drin sind … ist an Reis, Gemüse und Fleisch üblicherweise NICHTS was eine Glutenunverträglichkeit auslösen könnte. Durch diesen dämlichen Zusatz an Stärke allerdings wird ein, eigentlich für Kinder mit Glutenunverträglichkeit perfekt geeignetes, Mittagsgericht zu einer fiesen Bauchweh-(Kotz-)Falle.

Und wie komm ich drauf, dass es also genau an dem Gericht gelegen haben muss und der Zwerg nicht einen der gerade grassierenden Magen-Darm-Infekte aufgegabelt hat ? Ganz einfach: Das Munchkin isst das Zeug (sonst gab’s bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich Muttermilch !), schläft (soweit alles wie immer). Wacht auf, kotzt sich die Seele aus dem Leib und sobald der ganze Mist draußen ist, hat Munchkin Hunger und tobt rum als wäre nix gewesen. Für einen MD-Infekt wäre das ein bisschen unspektakulär.

Alete jedenfalls kommt mir beim Mittagsmenü nicht mehr ins Haus. Beim Obst … mal sehen.

Rezept: Rote-Bete-Gratin mit Rosmarinkartoffeln / Recipe: Beetroot au Gratin with Rosemary Potatoes

Eines unserer „all-time-favourites“ 🙂

Zutaten für das Rote-Bete-Gratin:

1 Pack vakumierte Rote Bete (500 g = ca. 4 Knollen), vorgegart; 2 Eier, 1/2 Liter Vollmilch, Käse (Raclettekäse oder geriebener Gratinkäse), Brühe, Salz, Pfeffer

Zutaten für die Rosmarinkartoffeln:

festkochende Kartoffeln, Olivenöl, Rosmarin

Zubereitung Rote-Bete-Gratin:

Die Rote Bete waschen und etwa 30 Minuten in siedendem Wasser ziehen lassen. Dann in gleichmäßige, nicht zu dicke, Scheiben schneiden und dachziegelartig in eine Auflaufform schichten. Die Milch mit den Eiern und den Gewürzen verrühren und über die Rote Bete gießen. Mit dem Käse bedecken. Bei 180°C für ca. 35 Minuten in den Ofen.

Zubereitung Rosmarinkartoffeln:

Die Kartoffeln bürsten und je nach Größe halbieren oder vierteln. Auf ein Backblech legen und mit Olivenöl einpinseln. Dann mit Rosmarin bestreuen. Wer gerne mehr „Pepp“ mag, so wie wir, kann noch ein paar Chiliflocken drüberstreuen oder Chili in einem Mörser zerkleinern und in das Öl mischen. Bei 180°C für ca. 60 – 70 Minuten (je nach Größe der Kartoffeln) in den Ofen.

 

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Guten Appetit ! :eat:

 
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Krankenbeschäftigung / Keeping the sick busy

Preisfrage: Was macht man, wenn der Nachwuchs kränklich ist und das Wetter eine volle Katastrophe ? Richtig ! Man holt die Legos aus dem Schrank. Und auch wenn Mami das schon als Kind nicht gemocht hat, baut sie doch aus Nichts die schönsten Zoos der Welt :love: :chill:

Question: what do you do when the  offspring is sickish and the weather is too bad to even think of going for a walk ? There you go ! You get the Legos out. And even if the Mommy didn’t like playing Lego when she was a child she still is building the most beautiful zoos out of nothing. :love: :chill:

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Tierpark Hellabrunn

Kürzlich haben wir einen der selten gewordenen Sonnentage hier genutzt und sind nach dem Frühstück in den Tierpark Hellabrunn gefahren.

Der Münchner Zoo ist gut mit dem ÖPNV (U3 bis Haltestelle Thalkirchen, Bus 52 bis Endhaltestelle Tierpark / Alemannenstraße) zu erreichen; für die Autofahrer stehen in der Nähe der beiden Eingänge ausreichend kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Die Parkgebühr beträgt 3,50 bzw. 4 Euro für den ganzen Tag. Wer mit dem Auto kommt sollte allerdings beachten, dass der Tierpark innerhalb des Rings liegt, das bedeutet, dass eine grüne Umweltplakette nötig ist.

Der Zoo ist als Geozoo in verschiedene Welten aufgeteilt, d.h. die Tiere sind nach Kontinenten und nicht, wie in den meisten anderen Zoos üblich, nach Arten „sortiert“. Wir sind am Flamingo-Eingang gestartet und waren somit als erstes im asiatischen Urwald angelangt. Die Affen, insbesondere natürlich die Menschenaffen sind ein echter Besuchermagnet. Sie sind aber auch zu drollig 🙂 Das Munchkin hat sich dafür noch nicht so interessiert, die Tiere waren hinter dem Glas einfach zu weit weg, als dass das Zwergerl in der Lage gewesen wäre, das zu verarbeiten.

Weiter durch den asiatischen Kontinent finden sich die Elefanten mit den kleinen Ohren 😉 und das Schildkrötenhaus. Die Elefanten haben nicht gerade das Interesse des Munchkins erregt und auch die Schildkröten waren irgendwie zu lahm :yawn: Allein die Fischerkatze konnte eine Gefühlsregung erzeugen, weil sie auf uns zumarschiert kam um dann doch das Weite zu suchen 😉

 
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Interessanter wurde es dann in Afrika bei den Löwen. Zu Anfang war ich mir nicht sicher, ob der Pimpf den Löwen überhaupt gesehen hat, aber spätestens als er anfing sich zu bewegen und brüllend durch sein Gehege zu marschieren, war (nach dem anfänglichen Schrecken, wie laut das Tier ist), die Freude groß. Wir haben Bilder von Löwen und Tigern im Kinderzimmer hängen und auch die Duplo – Tiere sind hier heiß beliebt. Soweit man das in dem Alter beurteilen kann, bin ich versucht zu sagen, dass die Löwen in der Lage waren, das Munchkin zu beeindrucken 😀

Aber der Renner waren ganz klar die Pinguine und die Eisbären. Fasziniert hat der Zwerg gefühlt stundenlang versucht die Pinguine zu fangen, wenn sie ganz dicht an der Glasscheibe vorbeigeschwommen sind und dabei vor Freude richtig gejuchzt. Pinguine sind allein durch ihren Watschelgang schon unschlagbar süß – ich mag sie auch heute noch gerne angucken.

 
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Auch die Eisbären waren von großem Interesse. In Hellabrunn gibt es derzeit zwei Eisbärjunge, die einen Heidenspaß daran haben durch’s Wasser zu toben und Kisten, Wurzeln und sich selbst unterzutauchen 🙂 Wir hatten eine super Platz erwischt und so hatte das Munchkin freie Sicht auf die beiden und hat locker 15 Minuten fasziniert zugesehen.

Der ungeschlagene Favorit allerdings ist und bleibt der Streichelzoo. :nod: Die Ziegen dort sind super zutraulich und unser Munchkin hat ja nunmal überhaupt keine Angst. Also die nächstbeste Ziege einfach mal am Ohrwaschl gepackt und dann mal schauen, wer länger durchhält :rofl: Die Ziege hat alles stoisch über sich ergehen lassen und sich nach einer Weile einfach geschüttelt und ist von dannen gezogen.

 
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Nach dem Streichelzoo war’s um das Munchkin geschehen. Zu viele Eindrücke. Fix und foxi ist der Zwerg im Wagerl eingeschlafen und hat sich durch die Sonne schieben lassen.

Der Liebste und ich haben uns noch die restlichen Tiere angesehen, aber wie vermutlich jeder weiß, ist Zoo ganz nett, aber an und für sich kennt man das ja alles schon. Kennst du einen, kennst du alle. Wobei der Münchner Zoo zumindest unter den deutschen Zoos, die ich kenne, etwas Besonderes ist.

Die 2013 neu eröffnete Giraffensavanne habe ich als Erwachsener als besonderes Highlight empfunden, ein wirklich wunderbar großes Gehege mit Bäumen, Wurzeln und Unebenheiten; und für die Tiere so gut wie eben in Gefangenschaft möglich.

 
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Ein Paar Fakten über den Tierpark Hellabrunn

Die Gründung von Hellabrunn erfolgte am 01. August 1911. Aus dieser Zeit ist alleine das Elefantenhaus, das 1914 eröffnet wurde, heute noch erhalten (Die Elefantenanlage wird aktuell -Dezember 2014- umgebaut). Das im byzantinischen Stil errichtete Gebäude steht unter Denkmalschutz und wird (nach der Sprengung der Kuppel im September 2014) originalgetreu wieder aufgebaut.

Der Tierpark liegt eingebettet im Landschaftsschutzgebiet der Isarauen und umfasst eine Fläche von etwa 36 Hektar. Der ursprüngliche, sehr alte, Baumbestand auf dem Gelände konnte erhalten werden. Heute leben etwa 19.000 Tiere aus 752 Arten in Hellabrunn, von denen die meisten ohne störende Zäune beobachtet werden können, da die Gehege durch natürliche Wasserläufe (über die übrigens 25 Brücken führen) und Trockengräben begrenzt werden können.

Der Grundwasserspiegel auf dem Tierparkgelände ist außergewöhnlich hoch, so dass der Zoo sich vollkommen autark über Brunnen mit Wasser versorgen kann.

Hellabrunn war der erste Geozoo der Welt. In einem Geozoo sind die Tiere, anders als in anderen Zoos, nicht nach Arten, sondern nach Vorkommen auf den einzelnen Kontinenten, geordnet. Das bedeutet, dass man nicht alle Großkatzen auf einem Fleck hat, sondern dass die Löwen bei den Zebras untergebracht sind, wie sie auch in freier Wildbahn vorkommen.

Im Münchner Tierpark gibt es die Erdteile: Afrika, Asien, Australien, Amerika, Europa, sowie ein Polarium. Darüberhinaus gibt es „Tierwelten“: Urwaldhaus, Affenhaus, Elefantenhaus, Schildkrötenhaus, Villa Dracula (Fledermausgrotte), Dschungelhaus und den Streichelzoo.

Ein Besuch in Hellabrunn ist kein Schnäppchen. Die Tageskarte pro Erwachsenem schlägt mit 14 Euro zu Buche. :stumm:

Für Münchner oder Leute aus dem nahen Umland, die öfter gehen wollen, lohnt sich eine Jahreskarte zu 49 Euro. Ab dem 4. Besuch fährt man damit günstiger. Wir haben uns direkt dafür entschieden, da es dem Munchkin Spaß gemacht hat und Hellabrunn besser zu erreichen ist, als der Wildpark in Poing.

Die Restauration im Tierpark ist, soweit wir das an den Kioskständen sehen konnten, nicht teurer als „draußen“. Wie es in den Restaurants aussieht, weiß ich leider nicht. Auch zur Qualität kann ich nichts sagen, da wir weder gegessen noch getrunken haben. Sicher macht es am meisten Sinn, sich eine Brotzeit mitzubringen.

Der Tierpark hat ganzjährig geöffnet. Während der Frühlings- / Sommermonate (etwa Ende März bis Ende Oktober) von 9 bis 18 Uhr und während der Herbst- / Wintermonate (etwa Ende Oktober bis Ende März) von 9 bis 17 Uhr. An Heilig Abend und Silvester ist bis 16 Uhr geöffnet. Die Tierhäuser schließen jeweils 30 Minuten vor Ende der Öffnungszeiten.

Tortz der Preise kann ich den Tierpark empfehlen. Die Münchner geben sich viel Mühe die Tiere, obwohl in Gefangenschaft, so artgerecht wie irgend möglich zu halten. Die Gehege werden ständig verbessert und sind, verglichen mit vielen anderen Zoos, überdurchschnittlich groß.

Und bevor jetzt die Tierschützer auf den Plan kommen: die allermeisten Tiere, die heute in Zoos leben, sind in Gefangenschaft geboren und groß geworden – will sagen, sie haben keine Ahnung, dass die Natur größer ist als ihr Gehege.

Mag man zur (Wildtier-)Käfighaltung stehen wie man will: viele Arten wären ohne die Schutzprogramme der Zoos mittlerweile von unserer Erde verschwunden. Insofern leisten also die Tierparks einen nicht unerheblichen Beitrag zum Arten- und Bestandsschutz.