Munchkin’s Special: Boulderwand im KiZi

Ich hab ja schon in dem Geburtstage-Post über die Klettergriffe berichtet, die das Munchkin bekommen hat.

Inzwischen haben wir noch um einige mehr dazu gekauft und dem Zwerg eine Boulderwand ins Kinderzimmer eingebaut 😉 Wir haben uns für eine sehr einfache Variante entschieden: einfach nur gerade nach oben – ohne Möglichkeiten irgendwas schräg zu stellen oder kippen zu können. Viel zu aufwendig – und, mal ehrlich: für ein 3 Jahre altes Kind wohl auch einigermaßen überflüssig 😉 Wenn der Zwerg wirklich das Klettern zu seiner Passion erklären will, dann gibt es in München zu gegebener Zeit gute Boulder-Zentren, wo sie dann hingehen kann.

Wie baut man also eine Boulderwand ? Das war die zentrale Frage, die wir uns gestellt haben.

Am Anfang stand natürlich erstmal der Plan 🙂 Da das Munchkin noch recht klein ist, haben wir uns für eine ziemlich geometrische Anordnung entschieden – hinterher was wegzunehmen und zu verändern, ist ja ein leichtes. Zuerst gilt es, das Interesse am Klettern zu wecken, bzw. die Lust zu erhalten.

Und wie setzt man das um ? Unser Vermieter fände es sicher nicht sooo geil, wenn wir die Kinderzimmerwand in einen Schweizer Käse verwandeln würden. Unsere Variante benötigt nämlich ca. 60 (!!) Löcher. Direkt in die Wand fällt also aus. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, es müssen Bretter her. Pressspan war sofort wieder raus – zu instabil. Andere Möglichkeiten, die Google uns präsentiert hat, schlagen gleich mit mehreren hundert Euro zu Buche – fällt auch aus. Soll ja kein Millionengrab werden 🙄

Natürlich wird man im Internet immer fündig. Wir haben recherchiert und uns dann für einen Mittelweg entschieden: wir haben OSB-Platten gekauft. Stärke: 19 mm. Reicht völlig aus. Die sehen jetzt natürlich nicht so schön aus, wenn man die kauft:

Wir haben auch hier überlegt, was wir damit anstellen und haben verschiedene Varianten wie z.B. Fototapete angeguckt, abgewogen und verworfen. Schlussenglich haben wir uns dafür entschieden einfach weiß zu streichen. Die Klettergriffe sind schließlich bunt und, wenn alle Stricke reißen, kann das Munchkin immer noch mit Fingerfarben Handabdrücke drauf machen.

OSB-Platten sind leider nicht besonders geil zum Anfassen und / oder Streichen. Sie sind halt nicht geschliffen, das heißt, man hat sofort Schieber in den Fingern und Farbe bringt man konsequenterweise auch nicht drauf. Also haben wir an einem Sonntag nachmittag die Schleifmaschine aus dem Keller geholt und haben die Platten auf dem Balkon abgeschliffen. Gefühlt 5 Stunden lang. Alle Nachbarn haben uns an dem Abend in ihr Nachtgebet eingeschlossen 😀 Macht nämlich fast keinen Krach 🙄 Danach war das Streichen nur noch Kür.

Im Anschluss haben wir die Griffe montiert und dann das ganze Konstrukt an die Wand gebracht:

Wie ihr auf den Bildern seht, hat das Endprodukt mit unserem schön ausgedachten nicht mehr recht viel zu tun. Das liegt einfach daran, dass wir die Wand streng nach Plan gebaut haben und dann haben wir den Zwerg dran gehängt. Hat nicht funktioniert. Die Abstände zu groß, der Weg zu unübersichtlich. Also haben wir sehr viel mehr Griffe besorgt und dazwischen gesetzt. So, dass das Munchkin immer sowohl mit dem Fuß als auch mit der Hand gut einen erreichen kann. Sie kann die Wand gerade hochlaufen (Spiderman-Style) oder quer über die Wand düsen – es gibt genügend Haltemöglichkeiten für den Zwerg. Wenn sie größer wird, kann man immer noch Griffe entfernen und so die Abstände vergrößern, oder andere „Routen“ bauen. Die Wand kann sozusagen mit dem Zwerg mitwachsen.

Das Munchkin hat viel Spaß beim Klettern:

Jetzt haben wir ganz andere Probleme: Dadurch, dass eine komplette Wand wegfällt (nämlich die, an der vorher die Küche und der Kindertisch gestanden haben), haben wir ein echtes Platzproblem:

Hier kann man gut sehen, was ich meine. Es muss also ein neues Konzept für das Kinderzimmer her 🙄 Ich plädiere ja schon seit gefühlten 3 Jahren für ein Hochbett, aber der Herzmann weigert sich strikt. Er meint, die Gefahr, dass das Munchkin raussegelt, sei zu groß (klar, die Kletterwand und die Sprossenleiter sind VOLLKOMMEEN UNGEFÄHRLICH 😀 🙄

Jetzt langsam, glaub ich, versteht aber auch der Herzmann, dass es so nicht bleiben kann. Die Matratze auf dem Fußboden nimmt dem Munchkin einfach 2 x 1 Meter Spielfläche, die wir mit einem Hochbett eben gewinnen würden. Ich hab mir natürlich auch schon ein Hochbett ausgesucht: Trofast-Regal von IKEA. Da hätten dann die Mal- und Bastelsachen ihren Platz – gleich in der Nähe vom Tisch. Praktisch, oder ?! 😀

Für die andere Wand, an der jetzt das Billy-Regal hängt stelle ich mir auch Trofast vor, oder Billy. Ich finde, dieses Zimmer immer total unaufgeräumt – auch dann, wenn ich gerade erst aufgeräumt habe. Es gibt einfach zu viele Dinge, die keinen wirklichen Platz haben und das macht mich ganz wuschig.

Mal sehen, zu was ich den Herzmann überreden kann. Fest steht in jedem Fall, dass über kurz oder lang eine völlige Umgestaltung von Munchkins Reich her muss. Sonst werden in diesem Zimmer alle wahnsinnig 🙂

Buchvorstellung: Die Gehängte

Die Gehängte
von Noah Fitz

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 875 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 196 Seiten
ASIN: B01N14OU7C
Preis: 0,99 Euro (für Kindle), 7,10 Euro (Taschenbuch)
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Beschreibung:

Ein Ehepaar freut sich auf ein paar Tage Urlaub in einer Villa, die im Wald steht. Sie wollen den Alltag hinter sich lassen und die Ruhe genießen. Doch schon in der ersten Nacht wird der Mann von einer Frau heimgesucht, die seit Jahren als vermisst gilt. Sie trägt ein schmutziges, mit Blut verschmiertes Nachtkleid und hat eine abgeschnittene Schlinge um ihren Hals hängen.

Meinung:

Das Buch beginnt quasi mit dem Schluss – eine ungewöhnliche Variante, die aber durchaus ihren Reiz hat. 🙂 Der Rest des Buches bewegt sich also auf den Prolog zu. Dabei versteht es Fitz ganz prima, den Leser bei der Stange zu halten; obwohl man die Lösung mehr oder weniger schon kennt.

Die Gehängte ist ein Kurzthriller, entsprechend sind die Charaktere nicht großartig ausgearbeitet, man erfährt wenig bis gar nichts über die Figuren. Die Hauptpersonen, Jonas und Hanna sind frisch verheiratet – wie es dazu allerdings kommen konnte bleibt mir persönlich schleierhaft: er geht beinahe zwanghaft fremd, sie weiß es, die beiden zanken sich ständig und wettern dabei wie die Kesselflicker, aber sie lieben sich unendlich ? Interessante Art und Weise 😉 Aber gut, es ist ja keine Liebesgeschichte, nicht wahr ?

Die Geschichte und der Stil selbst erinnert mich ein bisschen an Fitzek. Die Geschichte ist gut konstruiert, an mancher Stelle haarsträubend unrealistisch, aber nichtsdestotrotz spannend bis zum letzten Wort. Der Schreibstil ist flüssig und die Wortwahl einfach – kann man gut so weg lesen. Zart besaitet sollte man allerdings nicht sein, denn die Beschreibungen sind schon sehr bildhaft an so mancher Stelle. Außerdem hat Fitz ein Händchen dafür, einem eiskalte Schauer über den Rücken laufen zu lassen – ich hab mich einige Male wirklich gegruselt.

Der Roman ist abgeschlossen, ja, dennoch finde ich, dass hier viel Raum für eine Fortsetzung bleibt und ich bin gespannt, ob Fitz sich dazu verleiten lässt, den Fall noch einmal aufzurollen, sozusagen 😉

Fazit:

Spannend bis zur letzen Seite ! Nervenzerreißender Grusel-Schocker ! Von mir gibt’s eine Leseempfehlung und

4 von 5 Sternen

 

 

Deutsches Museum: Verkehrszentrum

Gestern haben wir einen Ausflug zum Verkehrszentrum gemacht. Das Verkehrszentrum ist eine Außenstelle des Deutschen Museums und da wir dafür eine Jahreskarte haben, das Wetter nicht wirklich zu Outdoor-Aktivitäten eingeladen hat, haben wir uns dafür entschieden.

Der Liebste war schon vor ein paar Wochen mal mit dem Munchkin dort und seitdem erzählt die Maus regelmäßig, dass sie da mal wieder hin wollte. Ich selbst war gestern zum ersten Mal und ich muss sagen: es hat sich in jedem Fall gelohnt !

Das Verkehrsmuseum beherbergt eine Sammlung von Landfahrzeugen aller Art – Kutschen, Autos, Motorräder, Fahrräder, Rollschuhe, Eisenbahnen, Dampfmaschinen, etc. – eben alles, was auf der Straße oder der Schiene unterwegs ist.

In der ersten Halle, gleich hinter dem Eingang, ist ein Straßenzug aufgebaut – mit Ampeln, die umschalten und Fahrzeugen, die von aktuellen Modellen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreichen. In manche Fahrzeuge darf man einsteigen, andere darf man nur angucken – so ist das eben in einem Museum.

Dem Munchkin hat das besonders gut gefallen, denn hier gab es Sachen zu sehen, die sie so oder so ähnlich aus dem Stadtbild kennt – Tram, U-Bahn, S-Bahn, Motorräder, Autos, Laster und sogar ein Rettungshubschrauber 🙂

Außerdem gibt es in dieser Halle zwei bei einem Crashtest geschrottene Autos – ein Citroen und ein BMW. Besonders der BMW hat es der Maus angetan, der ist an der eingedellten Motorhaube nämlich rot 🙄 😀 Ich musste das gute Stück von allen Seiten begutachten und dabei hab ich herausgefunden, dass dieser BMW dazu gedient hat, herauszufinden, was eigentlich passiert, wenn jemand mit über 100 Sachen in die Anpralldämpfer, die z.B. an Leitplanken auf der Autobahn installiert sind, dübelt.

Außerdem gab es eine kleine Vitrine am Durchgang zu Halle 2, die meinem persönlichen Lieblingsauto gewidmet ist: dem VW Käfer. Wer mag ihn nicht ? Ich war damals in Mexiko sowas von begeistert – dort fahren noch unendlich viele Käfer durch die Gegend, während sie hier ja beinahe vollständig aus dem Straßenbild verschwunden sind. Dieses neumodische „Beetle-Ding“ hat ja mit Käfer nicht mehr wirklich was zu tun. 🙄 In der Vitrine gab es eine Auswahl aus einer mehr als 2.000 Exponate umfassenden Sammlung, die von einer Mailänder Familie gestiftet worden ist.

Mein Favorit aus dieser kleinen Auswahl: der mit Muscheln gefüllte Glas-Käfer 🙂

In Halle 2 dreht sich alles um’s Thema „Reisen“. Hier sind die unterschiedlichsten Personentransportmittel ausgestellt. Das reicht von Kutschen über Dampfloks bis hin zum ICE. Für das Munchkin ist das eher was „zum durchlaufen“ – wirklich interessant fand sie das nicht. Da gibt’s zu wenig, was man anfassen oder begehen konnte. Ich fand es für mich als Erwachsene ganz interessant zu sehen, wie sich das entwickelt hat, mit der Eisenbahn. Aber es ist viel zum Lesen und das ist, na klar, in Munchkins Alter eher noch nicht so der Renner 😉

Halle 3 gibt dann für das Munchkin wieder um Einiges mehr her: neben dem Rennsport werden hier die Kinder besonders groß geschrieben.

In der Halle sind Rennautos vom Beginn des Automobilsports bis zum Formel 1 Auto ausgestellt. Das gleiche gilt für Rennräder oder generell für Fahrräder. Alles, was sich mit Muskelkraft flott auf zwei Rädern über eine Bahn bewegen ließ oder lässt, ist hier zu sehen.

Gleich gegenüber ist das Kinderreich. Hier gibt es Spielsachen (MegaBlocks, Lego, Kugelbahn …) und Malsachen für jedes Alter. Außerdem gibt es hier einen Bereich, in dem man sein mitgebrachtes Essen verzehren kann – Restauration gibt es im Verkehrszentrum keine.

Das Munchkin hatte viel Spaß mit der Kugelbahn und den Legos. Mir persönlich hat die Vorführung von „Puffing Billy“ besonders gut gefallen. Puffing Billy ist die erste gebrauchsfähige Dampflok der Welt gewesen (1814) und ist hier in München am Bavariapark im Original ausgestellt ! Das Tuten von Puffing Billy dringt durch die ganze Halle und hat so manches Kind ziemlich erschreckt und auch zum Weinen gebracht 😉 😀

Der Eintrittspreis ist fair – Erwachsene zahlen 6 Euro, Kinder unter 6 Jahren sind frei, danach 3 Euro. Wer öfter gehen will, sollte sich eine Jahreskarte überlegen – die gilt für das Stammhaus auf der Museumsinsel, das Verkehrszentrum an der Schwanthalerhöhe (nicht MVG-Museum!!!) und die Flugwerft in Oberschleißheim. Die Jahreskarte kostet 52 Euro und gilt für zwei Erwachsene und alle eigenen Kinder unter 15. Aber Achtung: Die Jahreskarte für das Museum gilt pro Kalenderjahr: Januar – Dezember; egal, wann ihr sie kauft. Einzig ab Oktober gibt es eine Kulanzregelung – dann gilt die Karte bei erstmaliger Ausstellung für 15 Monate.

Für uns war es ein gelungener Sonntags-Vormittag-Ausflug. Nach gut 2 Stunden war das Munchkin platt und wollte nach Hause ins Bett – Ziel erreicht ! Wir waren gleich in der Früh gegen 10 Uhr dort – da war es überhaupt nicht überlaufen. Natürlich waren einige Leute, vor allem Familien mit Kindern, dort, aber das Verkehrszentrum ist so weitläufig, dass sich das alles gut verteilt. Ich konnte sogar etliche Fotos schießen, auf denen wirklich kein Mensch weit und breit zu sehen ist 😉

Das Verkehrszentrum des Deutschen Museums ist in meinen Augen noch eine Art „Geheimtipp“ für den Besuch mit Kindern ab ca. 2,5 Jahren – weil es nicht so überlaufen ist wie das Haupthaus.

4 von 5 Sternen

 

Rezept: Regenbogentorte

Zum Munchkins (ausgefallenem) 3. Geburtstag habe ich eine Regenbogentorte gebacken. Da die erstaunlicherwiese wirklich gut geschmeckt hat, will ich euch das Rezept nicht vorenthalten 😉

Los geht’s 🙂

Ihr braucht für die Biskuitböden:

6 Eier
150 g Mehl
6 EL heißes Wasser
225 g Zucker
150 g Stärke (Gustin)
2 Päckchen Bourbon Vanille
5 TL Backpulver (knapp 2 Packerl)
Lebensmittelfarbe in rot, orange, gelb, grün, blau und violett

Außerdem braucht ihr Springformen (es sollten auf jeden Fall 2 sein, sonst dauert’s eeeewig) mit 18 oder 20 cm Durchmesser

Heizt euren Ofen auf 190°C vor (Umluft)

Und dann geht’s auch schon los. Aus den o.g. Zutaten rührt ihr einen Biskuitteig zusammen. Dazu zuerst die Eier mit dem Wasser vermischen und nach und nach Zucker und Vanillezucker unterrühren. Das Ganze soll schön schäumen und der Zucker sollte auf alle Fälle gelöst sein – also es sollte keine „Knarzgeräusche“ mehr machen beim Rühren 😉

In einer extra Schüssel vermischt ihr das Mehl mit der Stärke und dem Backpulver und gebt das dann, während ihr fleißig weiter rührt, löffelweise dazu – immer schön rühren, gell 😉

Wenn ihr einen schönen Teig beieinander habt, teilt ihr das Gemisch möglichst gleichmäßig auf 6 kleine Schälchen auf. Bei der genannten Menge macht das pro Schüssel ca. 140 g.

Jede Schüssel bekommt eine Farbe. Ihr braucht rot, gelb, orange, blau, grün und lila – die Farben des Regenbogens. Ich habe mich für die Lebensmittel-Gel-Farben von Wilton entschieden – da gibt es ein 8er Set. Warum hab ich die genommen ? Die Färben wie verrückt (für jede Schüssel reicht eine Messerspitze voll !) und sind außerdem vollkommen geschmacksneutral. Denn: wer will schon Kuchen essen, der nach Fisch schmeckt ? Also, ICH nicht ! In dem Fall sollte man tatsächlich bisserl mehr ausgeben (die Farben kosten um die 20 Euro !)

Dann füllt ihr den Teig in die Springformen – ich hab, auch von Wilton, so 4 Springformen – die passen alle gleichzeitig in den Ofen, das ist sehr praktisch; und backt jeden Boden für ca. 10 – 13 Minuten.

Wenn ihr den Kuchen aus dem Ofen holt, stürzt ihn nicht sofort, sondern lasst ihn mindestens 15 Minuten in der Form noch auskühlen, sonst zerbröselt er euch.

Bevor ihr die Formen neu befüllt, müssen diese vollständig ausgekühlt sein – das klingt immer voll spießig; ist es auch. Aber es ist enorm wichtig !

Wenn ihr also alle sechs Kuchen gebacken habt, sieht das in etwa so aus:

Die Böden müssen für mehrere Stunden vollständig auskühlen. In der Zwischenzeit, macht ihr die Ganache, weil irgendwie müsst ihr den Kuchen ja auch zusammenkleben, nicht wahr ?

Für die Ganache braucht ihr (wenn ihr den Kuchen von außen mit Ganache einstreichen wollt braucht ihr die Mengenangabe in der Klammer)

500 g Frischkäse, Doppelrahmstufe (1000 g Frischkäse, Doppelrahmstufe)
250 g weiße Schokolade (500 g weiße Schokolade)

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen

In der Zwischenzeit den Frischkäse cremig rühren. Die geschmolzene Schokolade 2 – 3 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit es etwas fester wird.

Wenn alles fertig ist, macht ihr euch ans zusammenbauen der Torte. Dazu schmiert ihr Ganache auf die Oberseit des unteren Bodens. Achtet dabei auf die Reihenfolge der Regenbogenfarben: rot, orange, gelb, grün, blau, lila.

Ich habe die Torte nur mit Ganache zusammengeklebt. Von außen hab ich eine Fondantdecke drüber gelegt – essen mag ich Fondant zwar nicht, weil es mir persönlich einfach viel zu süß ist, aber für die Optik finde ich wenig besser als das 😉

Oben drauf hatte ich dem Munchkin einen Cake Topper mit Minnie Mouse Motiv anfertigen lassen (kam aus London …) – wir hätten schließlich eine Minnie Mouse Party haben wollen, da war das nur konsequent.

So sah also meine fertige Torte aus:

Gleich vorweg: Es ist nicht halb so wild, wie es sich anhört oder aussieht. Dadurch, dass Biskuitboden nur so eine kurze Backzeit hat, ist es vom Zeitaufwand wirklich moderat. Die meiste Zeit verbringt ihr mit Warten auf’s Auskühlen bzw. mit dme Verzieren – das hat wirklich eine Weile gedauert. Alles in allem ist die Torte ein schmackhafter Hingucker, der mit vergleichsweise wenig Aufwand gezaub ert werden kann ! Viel Spaß beim Backen !

Und hier könnt ihr mein Material kaufen:

 

Munchkins Geburtstag …

… ist dieses Jahr leider ausgefallen 😥 🙁

Freitag Abend kommt die Maus nach Hause „Mama, mir tut mein Bauch so weh“. Am Abend Durchfall aber gut drauf. Muttern hat alles auf die Aufregung geschoben … Pusteblume 🙁 🙁

Samstag Morgen: „Mama, mir tut mein Bauch so weh“. Kurz drauf kam dann auch alles, was nicht mehr drin war, retour. 🙁 Das arme Baby ! 😥 🙁 😥

Meine Maus hat mir so unendlich leid getan. Was ist denn das für ein Geburtstag ? Naja, jedenfalls war also klar, dass die Party nicht steigen kann, also haben wir in der Früh alles abgeblasen. Wie gut, dass ich in der Nacht zuvor bis 1 Uhr gerödelt hab und alles dekoriert, Kuchen gerichtet und so weiter 🙁 Poor thing.

Wir haben dann zwar trotzdem noch Geschenke ausgepackt, aber so richtig dran gefreut hat sie sich natürlich nicht. 🙁

Um viertel nach 10 sind wir zu dritt in Munchkins 1 x 2 m Bett gekrabbelt (fragt nicht … 🙄 ) und das Munchkin ist selig eingeschlummert – aber nur, bis sich entweder der Papa oder ich bewegt haben. Dafür waren die Sensoren noch voll ausgebildet. 🙄 So durften wir also neben unserem kranken Kind ausharren, und 5 Stunden die neue „Princess Lillifee“ – CD in Dauerschleife auf Englisch anhören 😛 🙄

Bis 15:15 Uhr ungefähr hat die Maus dann geratzt, was ihr auch wirklich gut getan hat. Als sie aufgewacht ist, wollte sie unbedingt Karottensaft, also haben wir ihr welchen gemacht. Sie hat mit großem Durst und Genuss aus ihrem Minnie Mouse-Becher samt Strohhalm geschlürft und den Saft dann auch behalten. Durch den Saft hat sie auch wieder sowas ähnliches wie Kraft / Energie bekommen und so konnte sie zumindest ihre Kerzen auspusten, als Oma und Opa dann nichtsdestotrotz zum Kuchen essen vorbei gekommen sind. Wir konnten sogar ein bisschen was spielen, bevor es sie wieder zerlegt hat …

So haben wir uns den 3. Geburtstag auch nicht vorgestellt. Schöner Mist das da. Die Party wird auf jeden Fall nachgeholt.

Das Munchkin laboriert immer noch an ihrem Magen-Darm-Infekt rum – die ganze Woche war sie von der TaMu zuhause und wir sind immer noch bei Schonkost – nix mit Regenbogentorte, Zahlenkuchen und Minnie-Mouse-Muffins … 🙁 Dabei war ich so stolz auf meine wunderbare Regenbogentorte (von der ich übrigens noch ausführlicher berichten werde) … Naja. So ist das eben mit kleinen Mäusen. Kann man nix machen.

Das Einzige, und Allerhöchste der Gefühle, wozu wir sie noch überreden konnten, war, für Max und Anna (die Nachbarskinder) ein kurzes Video zu machen, auf dem sie sich artig für die per WhatsApp überbrachten Glückwünsche und das grandiose Geschenk (Klettergriffe für eine Boulderwand und ein selbstgenähtes Kleidchen für die Annabelle) bedankt. Da war sie schon im Schlafanzug und kaputter als man sich das in seinen kühnsten Träumen vorstellen mag 😉

Langeweile kommt mit kleinen Munchkins also eher weniger auf … inzwischen ist sie aber auf dem Weg der Besserung und hat ihre Geschenke (bis auf die Klettergriffe) schon ausgiebig begutachtet und auch ordentlich bespielt …

Die Boulderwand befindet sich aktuell im Bau – das ist gar nicht so leicht, wie man sich das vorstellen mag … auf das Ergebnis bin ich auch mehr als gespannt … 😉

Nächstes Jahr sind dann zur Abwechslung alle gesund 😉 Das Munchkin und die Gäste – das hatten wir zum Geburtstag nämlich noch nie 😉 😛

Buchvorstellung: Und nachts träumt der Tod

Und nachts träumt der Tod
Der sechste Fall für Steinbach und Wagner
von Roxann Hill

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3629 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 307 Seiten
ASIN: B01KIV17XO
Preis: 2,99 Euro (für Kindle), 9,95 Euro (Taschenbuch)
zum Bestellen auf das Bild klicken!

Beschreibung:

Der sechste Fall mit dem ungleichen Ermittlerduo Anne Steinbach und Paul Wagner, das sich nicht nur durch die Aufklärung von Morden verbunden fühlt.

Von Unbekannten entführt und unter Drogen gesetzt, wird Paul Wagner Zeuge eines sadistischen Mordes.
Als er kurze Zeit später stark sediert aufgefunden wird, stehen Privatermittlerin Anne Steinbach und er vor ihrem bislang schwierigsten Fall: Es gibt keine Leiche und keinerlei Beweise. Hat Paul lediglich halluziniert? Und wer sind seine Entführer?
Damit nicht genug, sitzt Anne und Paul auch noch eine interne Überprüfung ihres Arbeitgebers im Nacken, die ihnen schweren Schaden zufügen könnte.
Während die beiden sowohl beruflich als auch privat auf eine Katastrophe zusteuern, versuchen sie, die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Ein tödliches Katz- und Mausspiel beginnt, das bald schon einen entsetzlichen Tribut fordert. Niemand weiß, wer am Ende mit dem Leben davonkommen wird.

Meinung:

Anne und Paul: ich liebe Euch ! Ihr seid einfach ein ganz großartiges Gespann !

Zugegeben: Der sechste Teil der Steinbach & Wagner – Reihe hat etwas gebraucht, ehe er Fahrt aufgenommen und mich seinen Bann geschlagen hatte; obwohl es wirklich dramatisch und rasant los geht. Aber dann ! Mit voller Wucht war ich auf einmal mittendrin in der Geschichte und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen !

An mancher Stelle zwar war die Geschichte ein bisserl überambitioniert, aber für mein persönliches Empfinden, hat das der Lesefreude kaum einen Abbruch getan.

Das Konstrukt ist klug, logisch und spannend aufgebaut, ich hab mich lange Zeit gefragt, wer es denn wohl auf Anne, Paul, den Prof, Lorenzo und so weiter abgesehen hat – und ich war lange lange auf der falschen Fährte. Letztlich hab ich die Geschichte schon vor Anne und Paul gelöst – aber ich war genauso nass geschwitzt wie die beiden 😉

Ich hab die Rezensionen auf Am*zon gelesen – und ich bleibe bei dem, was ich schon zum 5. Teil zu sagen hatte:

Natürlich kann man nach wie vor darüber streiten, ob die Geschichten realistisch sind oder nicht – es ist ein bisschen wie mit Bond: jeder weiß, dass es nie und nimmer so gewesen sein kann, und trotzdem finden es alle gut. Wer solche Krimis liest, erwartet auch keine Realität, sondern gute und spannende Unterhaltung – und das schafft Hill wirklich gut.

Was mir dieses Mal wieder ein bisschen gefehlt hat, war die Beziehung zwischen Anne und Paul. In meinen Augen ist es genau diese (verbotene) Beziehung, die der Geschichte den letzten Pfiff gegeben hat. Dieses Mal verzichtet Hill beinahe komplett auf das von mir so geliebte Knistern zwischen den beiden – schade !

Ansonsten hat sich meine Meinung zu Hill nicht verändert: ich mag den Stil, sie schreibt leicht und flüssig. Man kann das gut „so weg“ lesen. Die Hauptfiguren werden gut beschrieben und inzwischen lese ich kein Buch mehr, sondern treffe mehr oder weniger „alte Freunde“, wenn der Prof., Lorenzo, Paul, Ralf und Anne sich treffen und gemeinsam über die aktuellsten Entwicklungen diskutieren.

Fazit:

Solider Krimi und gute Unterhaltung ! Ab etwa der Hälfte ein Pageturner ! Von mir gibt’s auch dieses Mal wieder eine Leseempfehlung und

4 von 5 Sternen

 

 

Buchvorstellung: Das Haus der Toten

Das Haus der Toten
Der fünfte Fall für Steinbach und Wagner
von Roxann Hill

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3656 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 327 Seiten
ASIN: B01DN2CV26
Preis: 2,99 Euro (für Kindle), 9,95 Euro (Taschenbuch)
zum Bestellen auf das Bild klicken!

Beschreibung:

Ein entsetzlicher Fund – ein schreckliches Geheimnis.
Im Keller eines alten Hauses entdecken Arbeiter die eingemauerte und vollständig skelettierte Leiche einer Frau. Auch ein Koffer wird aus dem Grab geborgen, und dessen grauenvoller Inhalt übersteigt alles, was Anne Steinbach ertragen kann.
Gemeinsam mit Paul Wagner übernimmt sie den rund zwanzig Jahre zurückliegenden Fall. Wer war die Tote? Warum wurde sie nicht als vermisst gemeldet? Und was trieb ihren Mörder dazu, sie bestialisch zu verstümmeln?
Überschattet durch berufliche und private Probleme stehen die Ermittlungen des Duos unter keinem günstigen Stern. Jede Spur endet in einer Sackgasse.
Schließlich wendet sich das Blatt. Doch der Preis ist hoch, denn plötzlich ist der Tod hinter Anne und Paul her.
Der fünfte Fall mit dem ungleichen Ermittlerduo Anne Steinbach und Paul Wagner, das sich nicht nur durch die Aufklärung von Morden verbunden fühlt.

Meinung:

Anne und Paul: ich liebe Euch ! Ihr seid einfach ein ganz großartiges Gespann !

Auch der fünfte Teil hat mich wieder voll in seinen Bann gezogen – vom ersten Augenblick an war ich tief im Geschehen drin und konnte es kaum erwarten, endlich weiterlesen zu können. 🙂 Hill versteht sich hervorragend daruf, Spannung zu erzeugen und den Leser kontinuierlich bei der Stange zu halten.

Ich mag die „ich-Erzählweise“, da hab ich immer ein bisschen das Gefühl, dass ich Anne bin 🙂 Ich finde, genau dieser Stil macht die Bücher so lesenwert – man hat einfach das Gefühl, dass man dazu gehört; mittendrin ist, sozusagen.

Natürlich kann man nach wie vor darüber streiten, ob die Geschichten realistisch sind oder nicht – es ist ein bisschen wie mit Bond: jeder weiß, dass es nie und nimmer so gewesen sein kann, und trotzdem finden es alle gut. Wer solche Krimis liest, erwartet auch keine Realität, sondern gute und spannende Unterhaltung – und das schafft Hill wirklich gut. An keiner Stelle des Buches habe ich mich gelangweilt, auch nicht, als ich den Täter schon ein paar Seiten vor Anne und Paul ermittelt hatte.

War ich noch am Ende von Teil 4 sowas von gespannt, wie es mit Anne und Paul weitergeht, geriet das Zwischenmenschliche zwischen den beiden im 5. Teil für meinen Geschmack wieder ein bisschen zu sehr ins Hintertreffen. Das ist mein einziger wirklicher Kritikpunkt. Ich hätte mir einfach ein bisschen mehr gewünscht. Natürlich ist es ein Krimi / Thriller und keine Liebesgeschichte, aber gerade diese unterschwellige Beziehungskiste zwischen der knallharten Ermittlerin und dem Priester machen die Bücher für mich zu etwas Außergewöhnlichem, etwas Besonderem. Was das angeht, setze ich nun also meinen Hoffnungen auf Teil 6.

Ansonsten hat sich meine Meinung zu Hill nicht verändert: ich mag den Stil, sie schreibt leicht und flüssig. Man kann das gut „so weg“ lesen. Die Hauptfiguren werden gut beschrieben und inzwischen lese ich kein Buch mehr, sondern treffe mehr oder weniger „alte Freunde“, wenn der Prof., Lorenzo, Paul, Ralf und Anne sich treffen und gemeinsam über die aktuellsten Entwicklungen diskutieren.

Fazit:

Solider Krimi und gute Unterhaltung ! Ich bin nach wie vor im Steinbach und Wagner Fieber 🙂 Von mir gibt’s auch dieses Mal wieder eine Leseempfehlung und

4 von 5 Sternen

 

 

Unser Februar …

… steht voll im Zeichen von Munchkin’s DRITTEM (!!!) Geburtstag.

Kinder, wo ist nur die Zeit geblieben ? Das Baby ist doch quasi gestern erst geboren und jetzt sind wir auf Kindergarten-Besichtigungs-Tour, damit wir im September einen Platz für das Munchkin bekommen können. 😮

Naja, erstmal ist ja Februar und gleich zu Anfang des Monats hat die Maus ja Geburtstag. Langsam aber sicher überreißt sie die Bedeutung von Geburtstag – seit Weihnachten erzählt sie quasi jedem, der es wissen will oder auch nicht, mindestens 3 x täglich, dass jetzt bald ihr Geburtstag kommt und dass sie dann 3 Jahre alt wird 🙂

Die Planung war dieses Jahr nicht ganz so einfach, da das Munchkin natürlich Mitspracherecht forderte und auch erhalten hat (wie hätte es auch anders sein sollen ?!). Zuerst war also Minnie Maus als Motto gewünscht um bald darauf von Anna und Elsa abgelöst zu werden. Kurz nach Silvester war wieder die Minnie Maus mega-in und so haben wir jetzt einen ganzen Stapel Deko-Krams in rosa und mit Minnie Mouse all-over 😛

Das Munchkin ist schon voll aufgeregt und kann es kaum noch erwarten, bis es endlich so weit ist – sie hat ihre Freunde eingeladen und die haben auch alle zugesagt (hoffentlich endet es nicht so wie im letzten Jahr, als zwar auch Zusagen kamen, aber keine Kinder, weil alle krank … 🙄 ). Das kann was werden.

Muttern kreiselt wie eine Wahnsinnige. 🙄 Ich hab das ganze vermaledeite Internet durchforstet, was man da so kuchentechnisch auf den Tisch bringen kann – aber sorry, ich wollte nicht eine Woche Urlaub nehmen um irgendwelche Fondant-Schleifchen, Kreischen und was weiß ich noch alles auszustechen, zu falten, zu formen und zu kleben. Es muss anders gehen. Und natürlich bin ich auch fündig geworden.

Zugegeben, es hat ne Weile gedauert und aus ökonomischer Sicht ist es wohl nicht vertretbar, wenn ich Zutaten und Dekomaterial aus England schicken lasse … Aber … wenn sich doch das Munchkin nunmal eine Minnie Mouse Party wünscht ? 🙂

Ich werde an dieser Stelle noch nicht zu viel verraten – ein bisserl was muss ich mir ja auch noch für später aufheben, nicht wahr ? Nur so viel: Mein Kuchenplan steht und es ist alles besorgt oder bestellt, was dafür gebraucht wird. Der vollen Kuchenfreude scheint also nichts mehr im Weg zu stehen !

Und die Geschenke ? Ja, also die Geschenke … Hab ich auch 😀 😀 😀 Ich bin ja schließlich vorbereitet ! Im Moment steht neben Minnie Maus die Lillifee hoch im Kurs und da wir Bettwäsche brauchen, gibt’s also eine Bettwäsche von Lillifee und dazu noch ein englisches Hörbuch und Waschlappen sowie Handtuch. Zum Spielen kriegt sie natürlich auch was – Zubehör für ihre Küche, die ist nämlich nach wie vor der Renner hier, also spieltechnisch.

Ich hoffe, es wird so, wie sich das Munchkin die Party wünscht und vorstellt, denn das wird wohl der erste Geburtstag sein, an den sie Erinnerungen haben wird. Ich werde berichten (auch über die Kuchenschlacht!) 🙂

 

Buchvorstellung: Totentanz im Stephansdom

Totentanz im Stephansdom
Ein historischer Wien-Krimi
von Edith Kneifl

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3958 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 264 Seiten
Verlag: Haymon Verlag; Auflage 1
ASIN: B014V1Z698
Preis: 9,99 Euro (für Kindle), 12,95 Euro (Taschenbuch)
zum Bestellen auf das Bild klicken!

Beschreibung:

TOD DES WIENER DOMBAUMEISTERS IN DER SILVESTERNACHT
Wien zur Jahrhundertwende: Mitten in der rauschenden Silvesternacht des Jahres 1899 stürzt der Wiener Dombaumeister vom Nordturm des Stephansdoms. Unter den Augenzeugen: Gustav von Karoly. Der fesche Privatdetektiv macht sich sofort auf die Suche nach möglichen Hintergründen. Hatten etwa die Freimaurer ihre Hände mit im Spiel?

CHARMANTER PRIVATDETEKTIV TRIFFT AUF RESOLUTE ERZIEHERIN – PRICKELND!
Die Ermittlungen führen Gustav schließlich in ein Heim für „gefallene Mädchen“. So wurden junge Frauen bezeichnet, die ihre Jungfräulichkeit verloren, ohne verheiratet zu sein. Als eine der schwangeren Heiminsassinnen tot im Donaukanal gefunden wird, verfolgen Gustav und die junge Erzieherin Clara Bernhard gemeinsam eine Spur, die sie in die schaurigen Katakomben unter dem Stephansdoms führt.

DAS DEKADENTE WIEN DER JAHRHUNDERTWENDE ALS PERFEKTE KRIMIKULISSE
Ausgelassene Ballnächte, amüsante Liebeleien, dekadenter Adel, aber auch Armut und aufkommender Antisemitismus: Edith Kneifl erweckt das Wien des Fin de Siècle zum Leben. Mit Spannung, Gefühl und einer Prise Humor entführt sie die Leser in eine untergehende Welt: Mit offenen Augen tanzt die Kaiserstadt ins Verderben – die perfekte Krimikulisse!

Meinung:

Der dritte Fall für Gustav von Karoly. In der Silvesternacht 1899 stolpern Gustav und sein Freund Rudi im Wahrsten Sinne des Wortes über eine Leiche vor dem Stephansdom – offensichtlich vom Nordturm gestürzt. Der einzige Augenzdeuge ist der Glöckner Cosimo, der allerdings nicht ganz richtig im Kopf ist und noch dazu, wie viele Menschen zur Jahrhundertwende, hochgradig abergläubisch. Cosimo ist sich sicher, dass der Dombaumeister vom Teufel persönlich und einem seiner Helfershelfer vom Steffel gestürzt worden ist.

Rudi und Gustav machen sich daran den Fall aufzulösen. Durch Gustavs Mitgliedschaft bei den Freimaurern findet er alsbald einen guten und entscheidenden Hinweis, der zur Auflösung des Falls beiträgt.

Kneifl bleibt sich auch im dritten Teil ihrer Krimireihe im historischen Wien treu: mit viel Liebe zum Detail beschreibt die Residenz- und Reichshauptstadt, zieht geschickt die Verbindungen zwischen dem einfachen Volk und der, wenn auch im Untergang begriffenen, Aristokratie. Letztere kommt in diesem Roman nicht besonders gut weg, was mir persönlich gut gefallen hat. Die Autorin zeigt sehr gut auf, dass (Geld-)Adel nicht unbedingt etwas mit Manieren und Moral zu tun haben muss. Genau genommen sind die hohen Herrschaften verdorbener, als es einfacher Bürger je sein könnte, da sie auch die notwendigen finanziellen Mittel haben.

Nach wie vor gefallen mir die Protagonisten richtig gut – durch sie lebt die Geschichte – nicht zuletzt ist es Gustav, Rudi und Vera zu verdanken, dass ich auch bei Band 3 noch „bei der Stange“ bin und auf Band 4 (erscheint im April) warte. Wie auch schon den Teilen davor, geht an mancher Stelle die Spannung etwas verloren, da die Beschreibungen etwas zu ausführlich werden, aber alles in allem kann man das Buch gut lesen.

Ab einem gewissen Punkt ist die Handlung vorhersehbar, aber ich denke, dass Kneifl nicht den Anspruch hat, einen hochkarätigen, nervenzerfetzenden Thriller zu schreiben, sondern vielmehr dem Leser Einblicke in das Wien des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu geben, was ihr mit Bravour gelingt.

Ich mag sehr, dass Kneifl hin und wieder die Wiener Umgangssprache verwendet – das macht die Geschichte in meinen Augen noch realistischer und lesenwerter.

Fazit:

„Totentanz im Stephansdom“ entführt den Leser in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele – Menschenschieber, gewissenlose Geistliche und Mediziner – es ist einiges geboten.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung und

4 von 5 Sternen

 

Buchvorstellung: Und Gott sprach: Es werde Jonas

Und Gott sprach: Es werde Jonas
von Sebastian Niedlich

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1358 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: dotbooks Verlag, Auflage: 1 (01. September 2015)
ASIN: B00YSKUGIO
Preis: 5,99 Euro (für Kindle), 9,99 Euro (Taschenbuch)
zum Bestellen auf das Bild klicken!

Beschreibung:

Wie ein antikes »Shades-of-Grey«-Vorbild verstand er sich auf den Umgang mit der Peitsche (für die Jüngeren unter uns: Vertreibung der Händler aus dem Tempel, Sie wissen schon) – aber hatte Jesus auch mal Grund zum Lachen? Wir wissen es nicht. Fest steht, dass humorvolle Bücher über Gottes Sohn auch 1979 Jahre nach seinem vermutlichen Tod noch immer eine breite Leserschaft begeistern: vom Weltbestseller wie »Die Bibel nach Biff« von Christopher Moore über romantische Komödien wie »Jesus liebt mich« von David Safier bis zu kultigen Underground-Romanen wie »Gott bewahre« von John Niven.
Was aber passiert, wenn Gott sich einen neuen Messias aussucht – und nicht für Kardinal Meisner oder Justin Biber entscheidet, sondern den leicht chaotischen Jonas aus Berlin? Die Antwort auf diese und viele andere drängende Fragen finden sich in Sebastian Niedlichs neuem Roman, in dem noch dazu aus den berühmt-berüchtigten 10 Geboten (na, mal ehrlich: Könnten Sie alle nennen?) eine verblüffend einleuchtende und allumfassende Drei-Wort-Formel wird.
Wenn das keine Karriere ist: Gerade noch war Jonas ein Nobody – im nächsten Moment hält die Welt ihn für den neuen Messias, den Gott geschickt hat, um … ja, was nun eigentlich genau? Jonas ist dies ziemlich egal. Er will keine Jünger, er will seine Ruhe. Und wie beweist man am besten, dass man nicht der Auserwählte ist? Man versagt beim Wirken eines Wunders. Soweit der Plan. Doch auf einmal merkt Jonas, dass er wirklich Kranke heilen kann. Und damit geht das Chaos erst richtig los.
Kann aus einem russischen Schläger ein strahlender Apostel werden? Verliebt sich der Heiland grundsätzlich in Frauen mit fragwürdiger Vergangenheit? Und mit welcher einfachen Aufgabe kann man die Welt verändern? Finden Sie es heraus – Gott, der Allmächtige, verrät es Ihnen höchstpersönlich in Sebastian Niedlichs neuem Roman UND GOTT SPRACH: ES WERDE JONAS.

Meinung:

Auch der zweite Roman von Niedlich basiert auf einer prima Idee: was wäre, wenn nicht nur in der Bibel von Gott auserwählte Propheten unterwegs waren, sondern wenn Gott auch heute noch von ihm speziell auserwählte Menschen als Propheten in die Welt bringt?

Jonas Carstens (man beachte die Initialen 😉 !), ein leicht verpeilter Berliner Romanautor (der allerdings beinahe ausschließlich unter weiblichem Pseudonym veröffentlicht), wurde also von Gott auserkoren als Prophet durch die Welt zu gehen.

Als Jonas dabei versucht seine Beziehung zu seiner Freundin Lena zu retten, wird er von einem, von einer Kirche herabfallenden, Kreuz erschlagen. Wenige Tage später erwacht er in der Leichenhalle zu neuem Leben.

Von da an hat Jonas keine ruhige Minute mehr: seine Jünger belagern sein Haus, man erwartet, dass er Wunder wirkt, und die Spinner und Fanatiker sind natürlich auch nicht weit.

Das Buch ist aus der Sicht von Gott geschrieben – ein allwissender Autor 🙂 Und obwohl er so alt ist wie die Welt, „spricht“ er keinesfalls gestelzt oder antiquiert, sondern vielmehr locker und flockig 🙂 Er plaudert mit seinen Schäfchen 😉

Dass die Charaktere und Szenarien in einem solchen Buch überzeichnet sein müssen ist klar und war auch zu erwarten; Niedlich hat seine Figuren bewusst so schrullig werden lassen, wie sie sind; aber an manch einer Stelle ist es schon ein bisschen arg viel gewesen. Ein Bodyguard mit einer Vergangenheit beim russischen Militär, der spricht wie Meister Yoda und Skrupel hat, jemanden zu erschießen ? Schwierig. Eine Mutter, die so fromm ist, dass man sich fragt, ob sie überhaupt an der Zeugung ihres Sohnes dabei gewesen sein kann ? Beinahe möchte man an die unbefleckte Empfängnis glauben … 🙄

Auf halber Strecke gewinnt man den Eindruck, dass Niedlich das Buch einfach nur noch irgendwie zu Ende bringen möchte – denn anstatt dass Jonas versucht, Kapital aus seiner Rolle als „der neue Messias“ zu schlagen, versucht er nur noch so schnell wie möglich aus der Nummer rauszukommen und geht dafür sogar äußerst ungewöhnliche Wege.

Der Niedlich so eigene Humor aus seinem Debüt-Roman ist hier leider etwas verloren gegangen, auch wenn die Kommentare von Jonas als auch von Gott durchaus hin und wieder vor Sarkasmus und Ironie triefen und mich doch das ein oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht haben. Es reicht einfach nicht an das Erstlingswerk heran: die Leichtigkeit des Schreibens ist verloren gegangen. Das ist äußerst bedauerlich, erlebt man aber ja bei (ungeplanten) Fortsetzungen leider öfter.

Fazit:

Solide ! Kommt aber m.E. nicht an den Vorgänger „Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens“ heran.

4 von 5 Sternen