Buchvorstellung: Die ewigen Toten

Die ewigen Toten
David Hunter
Band 6

von Simon Beckett

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 567 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 472 Seiten
Verlag: Rowohlt E-Book; Auflage: 1 (12. Februar 2019)
ASIN: B07HBG68YK
Preis: 19,99 Euro (für Kindle), 22,95 Euro (gebunden)
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Beschreibung:

Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das stillgelegte Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren verlassen und heruntergekommen, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche aufgefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Leiche, das sieht Dr. David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert. Als der forensische Anthropologe sie näher untersucht, stellt er fest, dass es sich um eine Frau handelt. Eine schwangere Frau.
Beim Versuch, die Tote zu bergen, entdeckt die Polizei ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt…

Meinung:

Dr. Hunter is back! Und wie ! Diesmal war die Wartezeit mit „nur“ 2,5 Jahren relativ kurz. Als Hunter-Fan der ersten Stunde habe ich den 6. Teil natürlich auch schon 6 Monate vor Erscheinung vorbestellt. Und was soll ich sagen ? Die Wartezeit hat sich gelohnt und ich wurde nicht enttäuscht.

Dieses Mal ist Dr. Hunter wieder vollwertiges Mitglied der polizeilichen Ermittlung und von Anfang an dabei. Das bedeutet für das Buch, dass der Fokus auch wieder auf der Arbeit des forensischen Anthropologen liegt und weniger „Drumrum“ passiert. Dabei gelingt es Beckett ein gutes Maß an Fachausdrücken mit Umgangssprache zu paaren, so dass man zwar was lernt, aber immer noch genug versteht und nicht den Faden verliert, oder ständig auf Google nachschauen muss, wovon genau da jetzt die Rede ist.

Von Anfang an hat Beckett den Leser in seinen Bann gezogen. Dabei kommt er völlig ohne die Beschreibung von exzessiver Gewalt aus. Er baut einen Spannungsbogen allein durch die Atmosphäre am Tatort und die Erkenntnisse der Rechtsmediziner auf. Man will das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Mit jedem neuen Knochen, der gefunden bzw. untersucht wird, setzt Hunter das Puzzle ein bisschen mehr zusammen. Eine Zufallsbegegnung im Wald und sein ausgeprägtes Helfersyndrom bringen ihn dann unerwartet auf die richtige Spur und zugleich in große Gefahr.

Beckett ist ein großer Künstler, wenn es darum geht, einem Buch „Atmosphäre“ zu verleihen. Die ganze Zeit hat man ein beklemmendes, ungutes Gefühl, wenn man mit Hunter das St. Jude oder die anderen Schauplätze betritt. Die Düsternis des verarmten und größtenteils verlassenen Stadtteils Londons verfolgt einen auf Schritt und Tritt. Beckett ist kein Autor, den man „mal eben“ so wegliest. Man muss seine Geschichten auf sich wirken lassen.

In diesem Teil ist auch endlich wieder der „private“ Hunter vertreten. Die Geschichte seiner zarten Liebe zu Rachel kommt nicht zu kurz, genausowenig wie das Thema mit Grace, seiner Attentäterin, dass ihn immer noch stark beschäftigt. Die handelnden Personen sind gut ausgearbeitet und es macht einfach Spaß, sie durch die Geschichte zu begleiten. Auch wenn immer wieder Rückblenden zu den vorherigen Büchern eingestreut werden, lässt sich „Die ewigen Toten“ auch unabhängig von den ersten 5 Bänden lesen – auch wenn das nur halb so viel Spaß machen dürfte.

Fazit:

Ein hervorragender Thriller! Die David Hunter Reihe ist eine Klasse für sich !

5 von 5 Sternen

 

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