Buchvorstellung: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Das Schicksal ist ein mieser Verräter
von John Green

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München, 14. Auflage 2015
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 333 Seiten
ISBN: 978-3-423-62583-8
Preis: 9,99 Euro (für Kindle); 9,95 Euro (Taschenbuch); 16,90 Euro (Gebunden)
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Inhalt:

Hazel ist 16 Jahre alt und leidet an Krebs. Unheilbar. Ihr ständiger Begleiter ist eine Sauerstoffflasche, die ihre schwer kranke Lunge am Arbeiten halten soll. Starke Medikamente und dennoch jede Menge Schmerzen stehen jeden Tag auf’s Neue auf dem Programm. Zur Schule kann sie schon lange nicht mehr gehen, aber Hazel ergibt sich nicht einfach in ihr Schicksal. Ihre Mutter zwingt sie, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen, die Hazel aus tiefstem Herzen hasst. Doch genau dort trifft sie Augustus, einen 17jährigen Jungen, dem der Krebs ein Bein genommen hat. Im Gegensatz zu Hazel gilt er aber als „gesund“ und hat gute Chancen es auch zu bleiben. Augustus nimmt Hazel mit nach Amsterdam, damit sie die Gelegenheit hat ihren Lieblingsautoren zu treffen. Sie verlieben sich ineinander. Wieder zu Hause in Amerika macht Augustus Hazel ein Geständnis …

Meinung:

Ein „schönes“ Krebsbuch ? Gibt’s das ? Ja, das gibt es. John Green beschönigt die Krankheit nicht. Einfühlsam beschreibt er das „Leben“ unheilbar kranker Teenager. Die Hauptprotagonisten Hazel mit der Sauerstoffflasche, Augustus mit dem Holzbein und der bald blinde Isaac haben einen sehr schwarzen Humor entwickelt, mit dem sie der Krankheit die Stirn bieten. Das Leben ist sowieso schon schwer genug.

Die bissigen Kommentare lassen einen schon das eine oder andere Mal schmunzeln und sogar lachen. Trotz allem sind sie aber dennoch Kinder und an vielen Stellen im Buch wird das auch deutlich. Sie sind hilflos und schutzbedürftig. Sie sind wütend. Sie sind Teenager, deren Leben vorbei ist, noch bevor es richtig angefangen hat. Der schweren Krankheit zum Trotz entwickeln sie trotzdem zarte Gefühle der Verliebtheit, wohl wissend, dass der, der „übrig bleibt“, schwer verletzt wird, wenn sie sich ihren Gefühlen hingeben.

Hazel erzählt aus der Ich-Perspektive wie sie mit ihrer Erkrankung umgeht – mit einer gesunden Mischung aus Intelligenz und Ironie. Auch wenn sie nicht will, dass man sie ins Herz schließt, so muss man sie doch von der ersten Seite an gern haben.
John Greens Schreibstil ist einfach uns flüssig. Er verwendet eine klare Sprache, wie sie Teenager auch verwenden. Er beschönigt die Krankheit nicht, sondern stellt sie dar, wie sie ist: unbarmherzig und tödlich.

Fazit:

Anrührend ohne schnulzig zu sein. So ist John Green’s Roman „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“. Es ist eines dieser Bücher, das nur schwarz oder weiß ist. Entweder man mag es, oder nicht. Ich mochte es. Ich habe die 333 Seiten innerhalb von anderthalb Tagen verschlungen. Ich konnte es nicht mehr weglegen. Von mir gibt es deswegen eine Leseempfehlung !

4 von 5 Sternen

 

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