Archiv der Kategorie: Mein München

Alter Südfriedhof

… Wenn wir schon gerade so schön dabei sind mit den Friedhöfen 😀 …

Der Alte Südliche Friedhof der Stadt München wurde 1563 vor den Toren der Stadt als Pestfriedhof angelegt, da die vorhandenen Friedhöfe die Toten nicht mehr aufnehmen konnten. Wegen seiner Lage außerhalb der damaligen Stadtmauern wurde er auch der „fertere“, der äußere, Friedhof genannt. Um die Jahreswende 1705 / 06 wurden in mehreren Massengräbern knapp 700 Leichen der sog. Sendlinger Mordweihnacht beigesetzt. Der Alte Südliche Friedhof liegt zwischen der Thalkirchner Straße und der Pestalozzistraße nur wenige hundert Meter vom Sendlinger Tor entfernt im Stadtteil Isarvorstadt.

Bis zur Eröffnung des Alten Nordfriedhofs im Jahr 1868 war der Alte Südfriedhof die zentrale Begräbnisstätte der Stadt München. 1898 wurde beschlossen, den Friedhof sukzessive aufzulassen. Durch zahlreiche Bestattungen in 3 Jahrhunderten war der Boden nicht mehr für weitere Bestattungen geeignet. Die Bestattungen wurden offiziell Ende 1943 eingestellt; vereinzelt wurde noch in bestehenden Familiengräbern beigesetzt. Das Gelände ist nach wie vor geweiht und steht heute unter Denkmalschutz.
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Alter Nordfriedhof

Der Alte Nördliche Friedhof in München liegt an der Arcisstraße, im Stadtteil Maxvorstadt. Er wurde 1866 errichtet und bis 1944 genutzt. Nachdem die Stadt München bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts lediglich über einen Friedhof (Alter Südfriedhof, Isarvorstadt) verfügte, auf dem der Platz langsam knapp wurde, wurde Ende des 19. Jahrhunderts der Alte Nördliche Friedhof geweiht.

Der Friedhof wurde rechteckig angelegt und in 16 gleichgroße Grabfelder unterteilt. Entlang der Friedhofsmauer waren 30 Arkadengräber angelegt. An der Stelle der ehemaligen Aussegnungshalle ist heute ein, vom restlichen Friedhof abgetrennter, Spielplatz angelegt.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde der Friedhof in seiner Gänze in Frage gestellt: das NS-Regime wollte eine Prachtstraße bauen, die über das Gelände des Alten Nordfriedhofs zum Alterswohnsitz von Adolf Hitler in Schwabing hätte führen sollen. Daher wurde der reguläre Bestattungsbetrieb 1939 eingestellt. Lediglich in bereits bestehenden Familiengräbern wurden noch bis 1944 vereinzelt Beisetzungen vorgenommen. Die endgültige Schließung kam mit den Zerstörungen durch die Luftangriffe zum Ende des II. Weltkrieges. Die Beschädigungen waren so groß, das man beschlossen hat, den Friedhof nicht mehr zu öffnen. Von den über 7.000 Grabstätten sind heute noch etwa 700 erhalten.

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Deutsches Museum: Verkehrszentrum

Gestern haben wir einen Ausflug zum Verkehrszentrum gemacht. Das Verkehrszentrum ist eine Außenstelle des Deutschen Museums und da wir dafür eine Jahreskarte haben, das Wetter nicht wirklich zu Outdoor-Aktivitäten eingeladen hat, haben wir uns dafür entschieden.

Der Liebste war schon vor ein paar Wochen mal mit dem Munchkin dort und seitdem erzählt die Maus regelmäßig, dass sie da mal wieder hin wollte. Ich selbst war gestern zum ersten Mal und ich muss sagen: es hat sich in jedem Fall gelohnt !

Das Verkehrsmuseum beherbergt eine Sammlung von Landfahrzeugen aller Art – Kutschen, Autos, Motorräder, Fahrräder, Rollschuhe, Eisenbahnen, Dampfmaschinen, etc. – eben alles, was auf der Straße oder der Schiene unterwegs ist.

In der ersten Halle, gleich hinter dem Eingang, ist ein Straßenzug aufgebaut – mit Ampeln, die umschalten und Fahrzeugen, die von aktuellen Modellen bis ins frühe 20. Jahrhundert zurückreichen. In manche Fahrzeuge darf man einsteigen, andere darf man nur angucken – so ist das eben in einem Museum.

Dem Munchkin hat das besonders gut gefallen, denn hier gab es Sachen zu sehen, die sie so oder so ähnlich aus dem Stadtbild kennt – Tram, U-Bahn, S-Bahn, Motorräder, Autos, Laster und sogar ein Rettungshubschrauber 🙂

Außerdem gibt es in dieser Halle zwei bei einem Crashtest geschrottene Autos – ein Citroen und ein BMW. Besonders der BMW hat es der Maus angetan, der ist an der eingedellten Motorhaube nämlich rot 🙄 😀 Ich musste das gute Stück von allen Seiten begutachten und dabei hab ich herausgefunden, dass dieser BMW dazu gedient hat, herauszufinden, was eigentlich passiert, wenn jemand mit über 100 Sachen in die Anpralldämpfer, die z.B. an Leitplanken auf der Autobahn installiert sind, dübelt.

Außerdem gab es eine kleine Vitrine am Durchgang zu Halle 2, die meinem persönlichen Lieblingsauto gewidmet ist: dem VW Käfer. Wer mag ihn nicht ? Ich war damals in Mexiko sowas von begeistert – dort fahren noch unendlich viele Käfer durch die Gegend, während sie hier ja beinahe vollständig aus dem Straßenbild verschwunden sind. Dieses neumodische „Beetle-Ding“ hat ja mit Käfer nicht mehr wirklich was zu tun. 🙄 In der Vitrine gab es eine Auswahl aus einer mehr als 2.000 Exponate umfassenden Sammlung, die von einer Mailänder Familie gestiftet worden ist.

Mein Favorit aus dieser kleinen Auswahl: der mit Muscheln gefüllte Glas-Käfer 🙂

In Halle 2 dreht sich alles um’s Thema „Reisen“. Hier sind die unterschiedlichsten Personentransportmittel ausgestellt. Das reicht von Kutschen über Dampfloks bis hin zum ICE. Für das Munchkin ist das eher was „zum durchlaufen“ – wirklich interessant fand sie das nicht. Da gibt’s zu wenig, was man anfassen oder begehen konnte. Ich fand es für mich als Erwachsene ganz interessant zu sehen, wie sich das entwickelt hat, mit der Eisenbahn. Aber es ist viel zum Lesen und das ist, na klar, in Munchkins Alter eher noch nicht so der Renner 😉

Halle 3 gibt dann für das Munchkin wieder um Einiges mehr her: neben dem Rennsport werden hier die Kinder besonders groß geschrieben.

In der Halle sind Rennautos vom Beginn des Automobilsports bis zum Formel 1 Auto ausgestellt. Das gleiche gilt für Rennräder oder generell für Fahrräder. Alles, was sich mit Muskelkraft flott auf zwei Rädern über eine Bahn bewegen ließ oder lässt, ist hier zu sehen.

Gleich gegenüber ist das Kinderreich. Hier gibt es Spielsachen (MegaBlocks, Lego, Kugelbahn …) und Malsachen für jedes Alter. Außerdem gibt es hier einen Bereich, in dem man sein mitgebrachtes Essen verzehren kann – Restauration gibt es im Verkehrszentrum keine.

Das Munchkin hatte viel Spaß mit der Kugelbahn und den Legos. Mir persönlich hat die Vorführung von „Puffing Billy“ besonders gut gefallen. Puffing Billy ist die erste gebrauchsfähige Dampflok der Welt gewesen (1814) und ist hier in München am Bavariapark im Original ausgestellt ! Das Tuten von Puffing Billy dringt durch die ganze Halle und hat so manches Kind ziemlich erschreckt und auch zum Weinen gebracht 😉 😀

Der Eintrittspreis ist fair – Erwachsene zahlen 6 Euro, Kinder unter 6 Jahren sind frei, danach 3 Euro. Wer öfter gehen will, sollte sich eine Jahreskarte überlegen – die gilt für das Stammhaus auf der Museumsinsel, das Verkehrszentrum an der Schwanthalerhöhe (nicht MVG-Museum!!!) und die Flugwerft in Oberschleißheim. Die Jahreskarte kostet 52 Euro und gilt für zwei Erwachsene und alle eigenen Kinder unter 15. Aber Achtung: Die Jahreskarte für das Museum gilt pro Kalenderjahr: Januar – Dezember; egal, wann ihr sie kauft. Einzig ab Oktober gibt es eine Kulanzregelung – dann gilt die Karte bei erstmaliger Ausstellung für 15 Monate.

Für uns war es ein gelungener Sonntags-Vormittag-Ausflug. Nach gut 2 Stunden war das Munchkin platt und wollte nach Hause ins Bett – Ziel erreicht ! Wir waren gleich in der Früh gegen 10 Uhr dort – da war es überhaupt nicht überlaufen. Natürlich waren einige Leute, vor allem Familien mit Kindern, dort, aber das Verkehrszentrum ist so weitläufig, dass sich das alles gut verteilt. Ich konnte sogar etliche Fotos schießen, auf denen wirklich kein Mensch weit und breit zu sehen ist 😉

Das Verkehrszentrum des Deutschen Museums ist in meinen Augen noch eine Art „Geheimtipp“ für den Besuch mit Kindern ab ca. 2,5 Jahren – weil es nicht so überlaufen ist wie das Haupthaus.

4 von 5 Sternen

 

Nordbad

Am Montag hab ich mir nachmittags spontan das Munchkin geschnappt und hab einen Ausflug ins Schwimmbad gemacht. Dieses Mal sollte das Nordbad (bei Wiki) das Ziel sein. Nachdem das Cosi ja immer noch geschlossen ist, ist es beinahe egal, wo wir von uns aus hinfahren, es ist alles eine halbe Weltreise entfernt.

Also haben wir den Bus genommen und sind los gedüst. Im Feierabendverkehr ist das eine suboptimale Idee, da dauert das eine gute Stunde 😛 Auf dem Heimweg ist das in der Hälfte der Zeit geflutscht 😉

Das Nordbad (bei SWM) ist ein Schwimmbad mit Wellness- und Fitnessangeboten im Stadtteil Schwabing-West. Wie die allermeisten Schwimmbäder der Stadt wird auch das Nordbad von den Stadtwerken München betrieben.

Sehr gut gefallen hat mir, dass es hier einen barrierefreien Zugang gibt, mit einer Rampe, die eigentlich für Rollifahrer gedacht ist, aber auch prima mit Kinderwagen passierbar ist. 😉 Dann gibt es natürlich auch hier eine Buggygarage im Haus und Leihbuggies für die Schwimmhalle. Nun ist das Munchkin ja schon fast 3 Jahre alt, und in der Schwimmhalle brauchen wir keinen Buggy mehr; aber zum abstellen für unseren ist das natürlich immer toll, wenn man den nicht draußen irgendwo anketten muss.

Das Schwimmbad ist supersauber – sowas hab ich selten gesehen 😮 Unglaublich. Ein Schwimmbad, in dem in den Umkleiden und Duschen nicht ein Härchen zu finden ist, alles ist trocken und nicht so glibberig wie üblicherweise in den Schwimmbädern. Toll ! Daumen hoch dafür !

Die Schwimmhalle selbst hat mich sofort überzeugt – sowas schönes 🙂 Einfach nur toll ! Auf der einen Seite ist wie eine Art Tribüne mit einem wunschönen Mosaik dahinter, einfach toll.

Natürlich ist auch zum Schwimmen was geboten – das Becken misst 33 x 13 m und ist damit auch für Sportschiwmmer geeignet. Es gibt ein 1- und 3-m-Sprungbrett, sowie 4 Bahnen, die für die Sport- und Vereinsschwimmer abgesperrt sind, zumindest als wir am Montag abend dort waren.

Ein Nichtschwimmerbecken gibt’s auch, das ist im hinteren Teil des Bades; dazu kann ich aber leider nix sagen, da wir es nicht ausprobieren konnten, weil gerade ein Schwimmkurs stattgefunden hat. Im rückwärtigen Teil des Bades ist der Kinderbereich 😀 Munchkin’s Paradise sozusagen.

Der Pinkelpool hat eine kleine Elefantenrutsche, einen „Strömungskanal“ und eine Kugel, aus der überall Wasser rausspritzt. Unnötig zu erwähnen, dass das Munchkin einen Heidenspaß hatte, oder ? Die Kugel wurde sofort beklettert, die Rutsche gerutscht was das Zeug hält. Den Strömungskanal fand sie glaub ich etwas spooky – da hat sie sich nicht so gerne aufgehalten 😉

Dafür kam der Whirlpool umso besser an 🙂 Das hat ihr wirklich Spaß gemacht. Auch das Außenbecken mit den Massagedüsen und den Sprudelliegen hat dem Munchkin gut gefallen. Kurioserweise hat ihr dort der Strömungskanal total gut gefallen 😉

Natürlich gibt es auch eine Sauna, aber dazu kann ich nichts sagen, das Munchkin steht nicht so auf Saunagänge 😉 Wenn die aber auch nur annähernd so wie das Schwimmbad ist, dann ist sie grandios ! Das Nordbad hat definitiv das Potential mein Lieblingsbad in München zu werden 🙂

MVG – Rad

Vielleicht hat es der ein oder andere schon mal mitbekommen: In München gibt es, wie in vermutlich jeder deutschen Großstadt, nicht nur CarSharing, sondern auch BikeSharing. Das ist so weit ja erstmal nix Weltbewegendes, stehen doch beinahe überall die roten Radl der Deutschen Bahn rum – in mal mehr mal weniger gutem Zustand.

Aber München wäre nicht München, wenn es nicht immer noch einen draufzusetzen wüsste. 🙂

So hat nun also die MVG – Münchner VerkehrsGesellschaft beschlossen, was die Bahn kann, können wir auch und hat kurzerhand 1.200, in typischem MVG-blau gehaltene, Räder ins Rennen geworfen. 😀

Ich bin ja Viel-Öffentlich-Fahrer und aus dem Grund steck ich natürlich mit dem Bus auch öfter mal im Stau. So mal wieder geschehen in der letzten Woche. Für die letzten 4 km nach Hause hätte ich bei der Verkehrsdichte erfahrungsgemäß etwa 1 Stunde gebraucht 😮 keine Option wenn ihr mich fragt. Aber laufen ist für mich auch nur begrenzt eine Alternative. 

So hab ich mir kurzerhand im PlayStore die App „MVG more“ runtergeladen. In der App kann man nicht nur die MVG Radln, sondern auch die Smarts von Car2Go und die Minis und BMWs von DriveNow sehen und buchen. All in one so to speak. 

Für mich als MVG-Kundin war die Registrierung denkbar einfach: IsarCard Abo-Nr, Bankverbindung checken, fertig ist der Lack. Man kann ein SEPA-Mandat in der App, also ohne Unterschrift, erteilen. 

Das mag der eine oder andere als kritisch betrachten, auf der anderen Seite kann man so natürlich sofort losfahren. Wenn man die App, so wie ich, erst im Ernstfall runterlädt, will man schließlich nicht erst 2 Wochen warten, bis das schriftlich niedergelegte SEPA-Mandat erfasst und verarbeitet ist. Durchaus charmant, die Lösung.  

Nachdem also alles installiert und eingegeben war, habe ich mir auf der Karte ein Radl ausgesucht und dann kostenfrei reserviert. Das funktioniert gut. Mit dieser Funktion kann man sich das Fahrrad blocken, sozusagen. Es kann dann für die Dauer von 15 Minuten von niemandem gemietet werden. So hat man ausreichend Zeit, das gewünschte Fahrrad zu erreichen. 

Am Radl angekommen, betätigt man in der App einfach den Button „jetzt mieten“ und schon bekommt man einen Pincode angezeigt. 

Der Bordcomputer am gewählten Rad verlangt auch prompt nach einer PIN, die man ganz einfach über das kleine Bedienfeld eingibt und mit OK bestätigt. Wenn man alles richtig gemacht hat, erscheint im Display das Wort „gemietet“, das rote Lamperl am Bordcomputer blinkt und zeigt, dass das Rad nicht mehr verfügbar ist, und das Schloss entriegelt. 

Nun werden die meisten Menschen, die von der Arbeit kommen, eine Tasche oder was Vergleichbares dabei haben – auch daran hat die MVG gedacht und hat einen Gepäckträger installiert. Dieser befindet sich am Lenker und kann mit bis zu 25 kg belastet werden. Mit drei Schnellspannern kann man sein Gepäck sichern. 

Die Räder selbst sind mit 8-Gang-Nabenschaltung ausgestattet. Das ist nicht der Wahnsinn, aber mal ehrlich: wo fährt man denn mit so nem Radl schon hin ? Für das, was man nutzt tut’s das doch völlig. Licht hat’s auch – vorne und hinten sind LED-Lamperl montiert, die sich NICHT ausschalten lassen (was super ist). Was ich ne ganze Weile lang gesucht habe, war die Klingel 😀 Die befindet sich am linken Griff und ist so’n Drehteil. Also man dreht und es klingelt 😀 😀 Coole Sache das. Bisserl leise sind die vielleicht für den hohen Lärmpegel in der Stadt, aber nur gut.

Mein viel größeres Problem war ehrlich gesagt die Instabilität des Rades. Auch wenn mir der Liebste versichert, dass das schon guter Durchschnitt ist 😮 😮

Okay, für gewöhnlich fahr ich ein Hightech-Rad von Scott und das darf man wohl tatsächlich nicht vergleichen. 

Also, versteht mich nicht falsch: die MVG Radl sind nicht klapprig oder sowas, die sind ordentlich instand gehalten und technisch astrein – nur für mich eben ungewohnt. 

Man kann die Räder im ganzen Stadtgebiet finden und abstellen. Der Bereich ist wirklich großzügig bemessen. An verschiedenen größeren Knotenpunkten gibt es sogenannte MVG-Rad-Stationen, an denen mehrere Räder abholbereit stehen. Ich vermute, dass die Räder dort hin und wieder von Mitarbeitern der MVG zusammengezogen werden. Es gibt eigentlich immer ein Rad in der Nähe, mit dem man Staus umfahren kann. 😉

Wenn mal technisch etwas nicht klappt, oder man einen Unfall mit einem MVG – Rad hat, gibt es eine kostenlose Hotline, die rund um die Uhr besetzt ist und bei Fragen und Problemen gerne weiter hilft. 

Zu den Kosten ist zu sagen, dass ich persönlich die sehr human finde. Ich habe keine größere Recherche betrieben, was ein vergleichbares Angebot der DB zum Beispiel kostet, aber für mich als IsarCard-Inhaberin kostet das Rad 5 Cent pro Minute. Das finde ich total okay. Ohne IsarCard Abo kostet die Minute 8 Cent. Man kann auch Kontingente kaufen, das rechnet sich aber nur für Vielfahrer. Wer, so wie ich, das MVG-Rad als Notnagel nutzt um den Staus zu entgehen, der zahlt besser pro Fahrt. 

Liebe Müchner Verkehrsgesellschaft: von mir gibt’s ein dickes Lob für die MVG-Räder ! Das ist wirklich großes Kino !

5 von 5 Sternen
für diesen tollen Service !

 

München is a Gfui

– eine Hommage –

 
Kürzlich war es wieder so weit – es war Sommer in der Stadt. Haben wir die ganze Zeit wirklich noch mehr oder minder gefroren, waren es doch tatsächlich bis über 30°C ! 😮 Und sobald hier die Sonne rauskommt, kann man fühlen, was München ist, was diese Stadt einfach ausmacht.

Die Menschen gehen vor die Tür, sitzen am Marienplatz, am Odeonsplatz, im Englischen Garten regieren die Nackerten, die Biergärten sind gesteckt voll, die Radler kommen raus, es steigt eine Rooftop-Party nach der anderen … Die ganze Stadt pulsiert, atmet, lebt.

So haben wir Mädls beschlossen unseren ursprünglich geplanten Ausflug in die Pinakothek gegen einen Biergartenbesuch zu tauschen und, was soll ich sagen ? Die Entscheidung war goldrichtig ! Nach der Arbeit sind wir auf ein Bier und eine Brotzeit in den Biergarten am Chinesischen Turm aufgebrochen und haben ein paar gemütliche Stunden Münchner Lebensart genossen.

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Und so bin ich zu der Frage gekommen, was München eigentlich ausmacht. Warum bin ich so gerne (Wahl-)Münchnerin ? Wie kommt es, dass die meisten „echten“ Münchner ihrer Stadt nie und nimmer für längerfristig den Rücken kehren würden ? Woher kommt diese Art „Nationalstolz“ (aber nur für Bayern, oder eher, nur für München) ?

Wenn man, so wie ich, nicht aus München kommt, wird man ja immer erstmal ein bisschen argwöhnisch beäugt. Das macht es „Zugeroasten“ nicht gerade leicht, hier Anschluss zu finden und stützt die Vorurteile, mit denen wohl jeder hierher kommt. Von außen betrachtet besteht München in der Hauptsache aus dem Oktoberfest, dem FC Bayern, der Schickeria, der Bussi-Bussi-Gesellschaft, dem Geldadel und den Wittelsbachern.

Und bei näherem Hinsehen ? Was bleibt ? Die Antwort ist einfach: es bleibt alles das, was man als Nicht-Münchner mit München verbindet. Aber eben auch noch viel mehr. Die Münchner sind herzig, ein bisserl kernig hin und wieder, aber grundgute Menschen, die ein Lebensgefühl, eine Lebenslust haben, die ihresgleichen sucht. Die Münchner sind Eigenbrötler und Feierbiester, die aus allem und jedem eine Party machen können – und war für welche ! Die Münchner sind modern und traditionsbewusst, nirgendwo anders hab ich sowas erlebt – so viel Moderne und so viel Bewusstsein für und Pflege der Tradition. Damit meine ich nicht den Trachten- und Schützenzug zum Oktoberfest, in München bist du in Tracht immer gut gekleidet. Hier wird in Tracht geheiratet, Geburtstag gefeiert, Kinder getauft und so weiter. Egal was es ist, ein Dirndl oder eine Lederhosn ist nie verkehrt.

Und dann ist da natürlich die Stadt. Diese einfach ganz und gar wunderbare Stadt.

Mit dem Englischen Garten, der Isar, dem Eisbach, den Prachtstraßen, den Hofflohmärkten, Festivals, Parties, mit einem nahezu unerschöpflichen kulturellem Angebot, mit Protz und Prunk aus der Zeit der Monarchie. Eine Stadt, die an jeder zweiten Ecke Geschichte atmet. Hier muss man an keinem Tag Langeweile haben, in München ist immer was los. Es ist für jeden was geboten; für jedes Interesse und für jeden Geldbeutel.

Aber was ist das typische München ? Das München der Münchner ? Kann man das finden oder muss das erleben ?

Typisch für München sind neben den oben genannten Attraktionen auch und vor allem die vielen kleineren Ecken, die man nicht so kennt: die ruhigen Oasen an der Isar, an der im Übrigen im Sommer das Grillen erlaubt ist. In der man baden darf, wenn man sich traut (die Isar ist als Gebirgsfluss ar***kalt und hat mitunter auch fiese Strömungen, also nicht ungefährlich); die Wasserqualität jedenfalls ist hervorragend.

Typisch für München sind die Biergärten – nicht die großen, die jeder kennt, sondern auch hier eher die kleineren, die nicht von Touristen überlaufen sind, oder die, die mit den Öffis schlecht erreichbar sind, wie z.B. die Hirschau. Dort trifft man sich mittags zum Essen oder abends zum Feierabendbier und zur Brotzeit. Und das ist für mich etwas ebenso Ungewöhnliches wie Erstaunliches: die Restauration in den Biergärten ist ERSTKLASSIG ! In München kann man ÜBERALL – auf der Straße, im Wirtshaus und im Restaurant exzellente Küche genießen. Ich habe hier noch nie was wirklich schlechtes gegessen; klar, mal schmeckt es besser als woanders, aber wirklich schlecht war es noch nie. Und auch hier gibt’s für jeden Geldbeutel was.

Typisch für München sind nicht nur die Eisbachsurfer, die Wind und Wetter trotzen, sondern auch die „Schönwetter“-Eisbachschwimmer. Und die stoische Gelassenheit, mit der die Münchner hinnehmen, das pritschelnasse Menschen zu Hauf die Tram 16 zwischen Tivolistraße und dem Haus der Kunst bevölkern – nur um kurz hinter der Welle wieder in die erfrischenden Fluten zu springen und sich treiben zu lassen.

Typisch für München ist das Bier – auch außerhalb der Wiesn. München hat 6 Brauereien, die alle im Stadtgebiet brauen, bzw. jahrhundertelang gebraut haben; Augustiner, Spaten, Löwenbräu, Hacker Pschorr, Hofbräu und Paulaner (die Reihenfolge spiegelt das Alter der Brauereien wieder, wobei dei Gründung der Löwenbräu-Brauerei hier nicht genau belegt ist). Der Ausschank in den Biergärten oder in den Wirtshäusern ist stets „sortenrein“; es gibt nie zwei oder mehr verschiedene Biere in ein und dem selben Haus. Zur Wiesn und zur Fastenzeit wird Starkbier gebraut – dann ist hier echt was los 🙂

Typisch für München ist die Weißwurst („Weißwurscht“). Jeder kennt sie, die meisten mögen sie. Ob nun zum Frühschoppen oder nicht (auch wenn’s Frevel ist), zur Weißwurst gehört ein süßer Senf, eine Breze und ein Glas Weißbier. Der Liebste, der ja nun waschechter Münchner ist, „zuzlt“ seine Weißwurscht (wenn er denn mal eine isst), ich als Zugeroaste hab mich mit Messer und Gabel versucht und blamiert 😉 Es ist, zumindest in München, gesellschaftlich akzeptiert, seine Weißwurscht mit den Fingern zu essen.

Es gibt eine ganze Reihe von Dingen, die München zu dem machen, was es ist; zu dem, was man sehen, fühlen oder „greifen“ kann. Die Liste lässt sich fast beliebig fortsetzen. Was München aber wirklich ausmacht, kann man nicht in Worte fassen, denn man kann es nicht sehen, nicht riechen oder anfassen.

Wer das große Glück hat, Teil dieser wunderbaren Stadt zu werden, Zugang zu den lebensfrohen Grantlern zu finden, der wird verstehen, was ich meine. Nur wer morgens von strahlendem Sonnenschein mit einem Brummschädel geweckt wird und beim Blick aus dem Fenster das Gefühl hat, die Zugspitze sei nur eine Armlänge entfernt, versteht was ich meine.

Und nur derjenige wird wissen und verstehen, warum München die schönste Stadt der Welt ist; warum der Münchner „seiner“ Stadt niemals den Rücken kehren würde.

„München is a Gfui“ – und genau so ist es einfach. München kann man nicht beschreiben; man muss es (er-)leben !

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Spielplatz an der Aschheimer Straße, Unterföhring

Heute vormittag waren wir mit dem Munchkin auf einem, für uns, neuen Spielplatz. Eine Nachbarin hat uns den Tipp gegeben, dass es in unserer Nachbargemeinde Unterföhring einen traumhaft tollen Spieli für die Zwerge gibt und, was soll ich sagen ? Recht hat sie !

In München gibt es tonnenweise gute und gepflegte Spielplätze für jedes Alter, aber der toppt alles, was ich bislang gesehen habe ! Da bleiben keine Wünsche offen ! Aber von vorne. 🙂

Der Spieli ist von uns aus etwa 5 km weg – wir haben das Radl genommen, aber man kommt auch mit dem ÖPNV in die relative Nähe. Wer mit dem Auto kommt, findet ausreichend Parkplätze an der Straße (okay, morgens um 10 – wie das im Hochsommer später aussieht, mag ich mir nicht vorstellen 😛 ).

Er liegt in einer ruhigen Seitenstraße von Unterföhring und ist wie ein kleiner Park mit altem Baumbestand angelegt. Das heißt, er ist auch im Hochsommer wirklich gut nutzbar, da immer ausreichend Schatten vorhanden ist. Der Spielplatz ist super weitläufig, ich kann mir schwer vorstellen, dass der mal wirklich so richtig richtig überlaufen ist.

Für jedes Alter ist was geboten: es gibt Vogelnestschaukeln für die Allerkleinsten, einen Kleinkindspielbereich mit dem Alter angepassten Spielgeräten (keine großen Lücken zwischen den Treppenstufen, z.B.) und Sand zum Buddeln, für größere Kinder gibt es Klettergeräte und -wände, große Rutschen, Wippen, Balanciergeräte etc. Im hinteren Bereich ist eine riesige Wiese, auf der Tore stehen und wo man Federball, Indiaka oder sonst noch was spielen kann. Außerdem hab ich ein kleines Basketballfeld entdeckt und Tischtennisplatten gibt’s auch 😉

Für die Eltern ist natürlich auch was geboten: es gibt einen Grillplatz – so kann man im Sommer dort wirklich den ganzen Tag mit dem Nachwuchs verbringen ohne verhungern zu müssen 😉 Echt cool. Sowas hab ich bislang noch auf keinem Spielplatz gesehen – also einen direkt angeschlossenen Grillplatz. Und außerdem gibt es Toiletten – das ist was mit Seltenheitswert – drum erwähne ich es extra.

Jetzt hab ich ganz schön viel erzählt, gell, ich zeig euch mal schnell ein paar Bilder; und weil’s halt doch einige sind, diesmal als Galerie zum Durchklicken:

Wir haben uns alles angesehen und auch viel ausprobiert mit dem Munchkin, der Renner waren allerdings die Hängebrücke und der Kleinkindspielplatz – der hat einfach als einzigster Spielbereich SAND zum Buddeln. Und das ist dem Munchkin eben doch das allerliebste.

Beinahe zwei Stunden war der Zwerg damit beschäftigt Sand von einer Ecke zur anderen zu transportieren und ihn dann durch das Rohr nach unten rutschen zu lassen 🙂

Was mir sehr sehr positiv aufgefallen ist: Nicht den allerkleinsten Krümel Dreck hab ich gefunden. Piccobello sauber ! Alle Spielgeräte in einem einwandfreien Zustand und mit einem unglaublichen Spaßfaktor für die Mäuse.

Wir werden ganz bestimmt öfter hingehen, jetzt, wo wir ihn endlich kennen ! 🙂

Von mir gibt’s eine absolute Empfehlung für diesen Spielplatz und ein dickes Lob für die Gemeinde Unterföhring, die so eine riesige Fläche top in Schuss hält um dem Nachwuchs ein paar Stunden unvergleichlichen Spaß zu bereiten !

Nur damit ihr mal eine ungefähre Vorstellung von der Größe des Spielplatzes bekommt, hab ich bei Google Earth einen Screenshot gemacht. ALLES (!!!) was Ihr auf dem Bild seht, ist Spielplatzfläche !

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Der Abenteuerspielplatz an der Aschheimer Straße in Unterföhring bekommt von mir volle

5 von 5 Sternen

 

Innstadtfriedhof Passau

Letzte Woche waren wir in Passau auf dem Innstadtfriedhof. Der Anlass freilich war ein ernster, aber wie schon immer bei mir kann ich es einfach nicht lassen. Selbst unter den gegebenen Umständen ist und bleibt ein Friedhof für mich einer der schönsten Orte, die es gibt. Und so musste ich auch in Passau das Telefon zücken und ein paar wenige Grabmäler fotografieren.

Der Passauer Innstadtfriedhof zählt zu den schönsten Friedhöfen ins Süddeutschland und wer sich einmal die Zeit nimmt und „lustwandelt“ wird schnell verstehen, warum das so ist. Eigentlich besteht der Friedhof aus 3 Teilen – dem Severinsfriedhof rund um die im 5. Jh. erbaute Severinskirche, dem Hochfriedhof und dem Hauptfriedhof. Das älteste Grab ist aus dem Jahr 1772 – ein 7-jähriger Junge namens Anton Peterhansel wurde hier als erster überhaupt auf dem heutigen Hochfriedhof beigesetzt.

Eins meiner Favoriten:

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Und die restlichen wieder als Galerie zum Durchklicken !