Strickliesl: Lacetuch „Cape Daisy“

Fertig 🙂 Endlich ! Gute 2 Monate hab ich dafür gebraucht, aber jetzt ist es vollbracht ! Ich hab ein neues Tuch – und es ist sooo schön geworden !

Ich habe das Tuch nach einer Anleitung von Jollyknits gearbeitet und zum ersten Mal habe ich dort auch Wolle bestellt (ich war vor Weihnachten in einem regelrechten Kaufrausch, was Strickzubehör anlangt).

Bunte Tücher sind nicht so mein Ding, so dass ich mich für eine Farbverlaufswolle in Grau- und Schwarztönen entschieden habe. Damit ein bisschen Pep in die ganze Sache kommt, habe ich die Variante mit den Glitzerfaden gewählt.

Die Anleitung ist kostenpflichtig, darum kann ich sie nicht posten. HIER könnt ihr sie kaufen.

Die Wolle kam vom gleichen Anbieter und ist HIER käuflich zu erwerben.

Hier also mein Material: 1 Knäuel Farbverlaufswolle Merino Black Christmas Glitzer (LL: 750 m), Rundstricknadel 4,0 (120 cm), Maschenmarkierer

Die Anleitung ist gut und detailliert beschrieben, vom Schwierigkeitsgrad des Musters ist es auch für „Gelegenheitsstricker“ gut nachzuarbeiten. Es werden nur rechte & linke Maschen sowie Umschläge verarbeitet. Das hört sich immer so profan an, aber mit Umschlägen lassen sich wirklich gute und effektvolle Muster erzielen.

Den Anfang hat man schnell – man beginnt mit 7 Maschen. Pro Reihe werden 4 Maschen zugenommen – je zwei außen und zwei in der Mitte – dadurch erhält man die Dreiecksform und das Tuch wächst sehr sehr schnell. Am Ende von Chart B hat man so gute 400 M auf der Nadel – was die Rundstricknadel mal wieder an den Rand ihrer Belastungsgrenze bringt und eine Hin- und Rückrunde zu einem echten Zeitfresserchen macht 😉

Chart A ist schnell abgearbeitet – man muss ein bisschen zählen, aber das Muster wiederholt sich in regelmäßigen Abständen, so dass man da ganz schnell den Rhythmus findet und dann einfach „auf Sicht“ stricken kann.

Bei Chart B sieht das schon anders aus – da ist jede Reihe anders. Was für eine elende Zählerei. Das war bei mir der Grund, warum das mit dem Stricken so lange gedauert hat. Diese elende Zählerei. Dann hat man 200 M abgestrickt um festzustellen, dass man sich offensichtlich irgendwo verzählt hat, weil es am Ende um 1 M nicht ausgeht 🙄 Die letzten 10 Reihen habe ich mehrere Male zurückgestrickt, weil das Muster hinten und vorne nicht gepasst hat. Letzenendes hab ich dann stur auf mein Blatt geguckt, laut vor mich hingesprochen, was ich stricke, und „blind“ gestrickt. Das Ergebnis gibt mir recht – ich hab alles richtig gemacht und es ist alles aufgegangen 😉

Ich empfehle Maschenmarkierer zu verwenden – und zwar nach den ersten drei Maschen, vor und nach der Mittelmasche, sowie vor den letzten drei Maschen. Das hat mir sehr geholfen nachzuvollziehen, auf welchem Teil das Muster passen muss. Außerdem verpennt man so die Zunahmen nicht 😉

Zur verwendeten Wolle möchte ich noch was sagen: Die Wolle lässt sich super angenehm verstricken, ist aber eher was für Leute mit guten Nerven oder für geübte Stricker. Da die Wolle gefacht ist (die Fäden sind nicht ineinander verdreht, wie das z.B. bei herkömmlicher Sockenwolle der Fall ist) und nicht gezwirnt, spießt man sie gerne mal auf und hat dann nur „halbe“ Maschen. Am besten verwendet man Nadeln mit Metallspitzen (ich hatte leider keine zur Verfügung) – es geht auch mit „herkömmlichen“ Holzstricknadeln, aber es erschwert die Arbeit etwas. Was mich ein bisschen geärgert hat, war die Tatsache, das am Ende des Knäuels so ein riesen Kuddelmuddel gewesen ist, dass ich sicherlich 20 m habe abschneiden müssen, da absolut keine Chance auf Entwirrung bestanden hat. Dadurch war die Wolle reichlich knapp geworden – es ist sich gerade ausgegangen, aber wirklich haarscharf. Es hat gerade noch so zum Vernähen gereicht.

Das ist auch ein Punkt, den ich ansprechen möchte: Die Farbverläufe sind lang, wirlich lang. Man kann sie gut über eine große Strecke einstricken. Der Hersteller empfiehlt allerdings sie zusätzlich zu vernähen. Ich habe es so gemacht, dass ich die Farbverläufe so lange eingestrickt habe (auf der Rückreihe aufpassen, dass man nicht aus Vesehen 2 M aus einer macht – die sind echt dick !), bis ich noch ca. 10 cm Faden übrig hatte. Dann hab ich das Garn geteilt und die Enden der Verläufe zum Vernähen hängen lassen.

Nach dem Stricken hab ich das Tuch auf Wollwaschgang in der Waschmaschine gewaschen, und dann zum Trocknen auf einen Wäscheständer gespannt.

Dadurch wird das Tuch kuschlig weich und das Muster wird schön gleichmäßig.

Alles in allem bin ich super zufrieden mit der Wahl der Wolle und der Anleitung, und ich finde, mein Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen:


 

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