Munchkin’s Special: Boulderwand im KiZi

Munchkin’s Special: Boulderwand im KiZi

Ich hab ja schon in dem Geburtstags-Post über die Klettergriffe berichtet, die das Munchkin bekommen hat.

Inzwischen haben wir noch um einige mehr dazu gekauft und dem Zwerg eine Boulderwand ins Kinderzimmer eingebaut 😉 Wir haben uns für eine sehr einfache Variante entschieden: einfach nur gerade nach oben – ohne Möglichkeiten irgendwas schräg zu stellen oder kippen zu können. Viel zu aufwendig – und, mal ehrlich: für ein 3 Jahre altes Kind wohl auch einigermaßen überflüssig 😉 Wenn der Zwerg wirklich das Klettern zu seiner Passion erklären will, dann gibt es in München zu gegebener Zeit gute Boulder-Zentren, wo sie dann hingehen kann.

Wie baut man also eine Boulderwand ? Das war die zentrale Frage, die wir uns gestellt haben.

Am Anfang stand natürlich erstmal der Plan 🙂 Da das Munchkin noch recht klein ist, haben wir uns für eine ziemlich geometrische Anordnung entschieden – hinterher was wegzunehmen und zu verändern, ist ja ein leichtes. Zuerst gilt es, das Interesse am Klettern zu wecken, bzw. die Lust zu erhalten.

Und wie setzt man das um ? Unser Vermieter fände es sicher nicht sooo geil, wenn wir die Kinderzimmerwand in einen Schweizer Käse verwandeln würden. Unsere Variante benötigt nämlich ca. 60 (!!) Löcher. Direkt in die Wand fällt also aus. Das bedeutet aber im Umkehrschluss, es müssen Bretter her. Pressspan war sofort wieder raus – zu instabil. Andere Möglichkeiten, die Google uns präsentiert hat, schlagen gleich mit mehreren hundert Euro zu Buche – fällt auch aus. Soll ja kein Millionengrab werden 🙄

Natürlich wird man im Internet immer fündig. Wir haben recherchiert und uns dann für einen Mittelweg entschieden: wir haben OSB-Platten gekauft. Stärke: 19 mm. Reicht völlig aus. Die sehen jetzt natürlich nicht so schön aus, wenn man die kauft:

Wir haben auch hier überlegt, was wir damit anstellen und haben verschiedene Varianten wie z.B. Fototapete angeguckt, abgewogen und verworfen. Schlussenglich haben wir uns dafür entschieden einfach weiß zu streichen. Die Klettergriffe sind schließlich bunt und, wenn alle Stricke reißen, kann das Munchkin immer noch mit Fingerfarben Handabdrücke drauf machen.

OSB-Platten sind leider nicht besonders geil zum Anfassen und / oder Streichen. Sie sind halt nicht geschliffen, das heißt, man hat sofort Schieber in den Fingern und Farbe bringt man konsequenterweise auch nicht drauf. Also haben wir an einem Sonntag nachmittag die Schleifmaschine aus dem Keller geholt und haben die Platten auf dem Balkon abgeschliffen. Gefühlt 5 Stunden lang. Alle Nachbarn haben uns an dem Abend in ihr Nachtgebet eingeschlossen 😀 Macht nämlich fast keinen Krach 🙄 Danach war das Streichen nur noch Kür.

Im Anschluss haben wir die Griffe montiert und dann das ganze Konstrukt an die Wand gebracht:

Wie ihr auf den Bildern seht, hat das Endprodukt mit unserem schön ausgedachten nicht mehr recht viel zu tun. Das liegt einfach daran, dass wir die Wand streng nach Plan gebaut haben und dann haben wir den Zwerg dran gehängt. Hat nicht funktioniert. Die Abstände zu groß, der Weg zu unübersichtlich. Also haben wir sehr viel mehr Griffe besorgt und dazwischen gesetzt. So, dass das Munchkin immer sowohl mit dem Fuß als auch mit der Hand gut einen erreichen kann. Sie kann die Wand gerade hochlaufen (Spiderman-Style) oder quer über die Wand düsen – es gibt genügend Haltemöglichkeiten für den Zwerg. Wenn sie größer wird, kann man immer noch Griffe entfernen und so die Abstände vergrößern, oder andere „Routen“ bauen. Die Wand kann sozusagen mit dem Zwerg mitwachsen.

Das Munchkin hat viel Spaß beim Klettern 🙂

Das Video findet ihr jetzt HIER

Jetzt haben wir ganz andere Probleme: Dadurch, dass eine komplette Wand wegfällt (nämlich die, an der vorher die Küche und der Kindertisch gestanden haben), haben wir ein echtes Platzproblem:

Hier kann man gut sehen, was ich meine. Es muss also ein neues Konzept für das Kinderzimmer her 🙄 Ich plädiere ja schon seit gefühlten 3 Jahren für ein Hochbett, aber der Herzmann weigert sich strikt. Er meint, die Gefahr, dass das Munchkin raussegelt, sei zu groß (klar, die Kletterwand und die Sprossenleiter sind VOLLKOMMEEN UNGEFÄHRLICH 😀 🙄

Jetzt langsam, glaub ich, versteht aber auch der Herzmann, dass es so nicht bleiben kann. Die Matratze auf dem Fußboden nimmt dem Munchkin einfach 2 x 1 Meter Spielfläche, die wir mit einem Hochbett eben gewinnen würden. Ich hab mir natürlich auch schon ein Hochbett ausgesucht: Trofast-Regal von IKEA. Da hätten dann die Mal- und Bastelsachen ihren Platz – gleich in der Nähe vom Tisch. Praktisch, oder ?! 😀

Für die andere Wand, an der jetzt das Billy-Regal hängt stelle ich mir auch Trofast vor, oder Billy. Ich finde, dieses Zimmer immer total unaufgeräumt – auch dann, wenn ich gerade erst aufgeräumt habe. Es gibt einfach zu viele Dinge, die keinen wirklichen Platz haben und das macht mich ganz wuschig.

Mal sehen, zu was ich den Herzmann überreden kann. Fest steht in jedem Fall, dass über kurz oder lang eine völlige Umgestaltung von Munchkins Reich her muss. Sonst werden in diesem Zimmer alle wahnsinnig 🙂

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