Buchvorstellung: Schlampe. Opfer. Schwein.

Schlampe. Opfer. Schwein
von Norma Rank

Verlag: neobooks Self-Publishing (10. Juli 2014)
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 585 KB
Seitenzahl (geschätzt): 400 Seiten
ASIN: B00KR50FX
Preis: 6,99 Euro
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Beschreibung:

In diesem Erstlingswerk geht es um eine Dreiecksbeziehung. Norma, eine (leicht) chaotische Mittzwanzigerin, verliebt sich beim Vorstellungsgespräch Hals über Kopf in Ihren neuen Vorgesetzten, Mark. Da dieser verheiratet ist und obendrein ein Kind hat, kommt eine Beziehung zu ihm selbstverständlich für Norma nicht in Frage. Zu tief steckt die Nadel der eigenen Vergangenheit als Scheidungskind.
Mit Händen und Füßen, und durchaus auch sehr fragwürdigen anderen Methoden, versucht Norma nun also ihre Gefühle für Mark zu unterdrücken. Aber Mark zeigt mehr und mehr Interesse an Norma. Die beiden freunden sich an und sind bald nicht mehr in der Lage ihre Gefühle füreinander zu verstecken.
Ziemlich bald stecken die beiden bis über beide Ohren in einem Strudel der Gefühle, aus dem es eigentlich keinen Ausweg gibt.

Meinung:

Die Autorin beschreibt die Geschichte ihrer Protagonistin aus der Ich-Perspektive. Die beiden Hauptfiguren Norma und Mark werden detailliert und gut herausgearbeitet. Auch die anderen, mehr oder weniger stark beteiligten, Charaktere bekommen ein „Gesicht“. Keine der vorgestellten Personen ist unwichtig. Jeder Charakter, der näher beschrieben wird, ist auch direkt in die Handlung eingebunden.
Mit viel Wortwitz und Charme erzählt Norma ihre Geschichte: Wie sie sich beim Vorstellungsgespräch Hals über Kopf in den ihr gegenüber sitzenden Mann verliebt. Und das, obwohl er verheiratet ist und eine Familie hat. Norma ist selbst ein Scheidungskind und für sie steht fest: sie will nicht die Geliebte eines verheirateten Mannes werden oder gar eine Ehe zerstören. Denn jüngere Frauen, die einer anderen den Mann ausspannen, sind Schlampen. Und wer will schon einen solchen Mann, ein Schwein ?
Bei allem Humor kommt aber auch die ernste Seite des Themas nicht zu kurz. Gekonnt lässt die Autorin als Rückblende auf die eigenen, verkorksten, Kindheiten der Hauptdarsteller die unschönen Effekte einer solchen Dreiecksbeziehung einfließen. Da ist Norma, die zwei Mal erleben musste, wie die Mutter wegen einer Jüngeren von einem Mann verlassen wurde. Die mit der neuen Frau ihres Vaters nie zurecht gekommen ist und dies nach wie vor nicht tut. Für die „die Neue“ immer die Schlampe bleibt, die sie selbst nie werden wollte. Und da ist Mark, der ebenfalls die Scheidung seiner Eltern durchmachen musste. Und auch Helga, Marks Ehefrau und Mutter seiner Tochter Ramona, kommt nicht gerade aus „geordneten“ Familienverhältnissen. Die Autorin beschönigt die folgende Trennung nicht. Beinahe glaubt man, ihre Darstellung des Rosenkrieges könne nur überzogen sein.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht ganz leicht gefallen, aber ich bin sonst auch nicht so der Liebesroman-Leser, aber nachdem ich mal drin war, konnte ich kaum noch aufhören. Die Geschichte hat mich dann doch gefesselt. Sie ist herzerwärmend ohne schmalzig zu sein. Hin und wieder war es mir beinahe ein bisschen zu detailliert beschrieben. Manche Dinge hätte man leichter auf den Punkt bringen können. Durch den Stil, der eher an das gesprochene Wort erinnert, lässt sich das Buch sehr flüssig lesen und auch die Ich-Perspektive macht es einem leicht, sich in Norma hineinzuversetzen und mit ihr zu fühlen. Das Ende kam nicht unerwartet lässt aber Spielraum für eine Fortsetzung.

Fazit:

Ich bin über eine Freundin auf das Buch aufmerksam gemacht worden. Nachdem ich (im zweiten Anlauf) den Einstieg gefunden hatte, hat es mich echt gefesselt und ich konnte nicht erwarten zu erfahren, wie es mit Norma und Mark weiter geht. Auch wenn ich sonst kein Freund von Liebesromanen bin, warte ich gespannt auf eine Fortsetzung. Für ein Erstlingswerk ist dieser Roman mehr als ordentlich gelungen.

4 von 5 Sternen



 

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