Buchvorstellung: Tage des Zorns


Tage des Zorns


von Maximilian Seese

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3281 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 517 Seiten
Verlag: Edition M (01. Mai 2018)
ASIN: B07B3ZHVR1
Preis: 4,99 Euro (für Kindle), 9,99 Euro (Taschenbuch)
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Beschreibung:

Ein neuer rasanter Fall für Chief Gordon Grand.

Ein Ritualmord erschüttert die friedlich wirkende Kleinstadt Clayton im Nordwesten Englands. Die örtlichen Behörden rufen den erfahrenen Mordermittler Gordon Grand zu Hilfe. Die Obduktion ergibt, dass das Opfer über Jahre hinweg gefangen gehalten, gefoltert und für brutale Experimente missbraucht wurde.

Es dauert nicht lange, bis weitere Leichen auftauchen, die Handschrift eines soziopathischen Serienmörders ist unverkennbar. Sein Motiv bleibt lange unklar, doch dann stößt Grand in der Vergangenheit Claytons auf ein Geheimnis, das an Grausamkeit sogar die jüngste Mordserie in den Schatten stellt…

Meinung:

Der Klappentext ist vielversprechend und hat mich dazu bewegt auf die Anfrage von Maximilian, ob ich sein Buch lesen und rezensieren würde, einzugehen. Und ich wurde nicht enttäuscht !

War ich doch zu Anfang ein wenig skeptisch, was von einem so jungen Autor, der bereits sein zweites Buch veröffentlicht, wohl zu erwarten sei, hat mich Tage des Zorns ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Von der ersten Seite an gelingt es Maximilian eine Spannung aufzubauen, eine Düsternis zu schaffen, die einem eiskalte Schauer über den Rücken jagt und die einen das Buch kaum noch aus der Hand legen lässt.

Was in dem kleinen beschaulichen Städtchen Clayton vor sich geht, kann man sich wohl hoffentlich nur ausdenken. Nicht auszudenken, was wäre, wenn so etwas in der Realität so krass vorkommen würde. Ein Polizeichef, der augenscheinlich die ganze Stadt, bis hin zum Bürgermeister, kontrolliert und in der Hand hat. Eine Stadt, die fest in der Hand der rechten Szene ist – und zwar seit Jahrzehnten. Ein fanatischer Priester, der sich auf die Fahne geschrieben hat, die Stadt zu säubern.

Es ist bereits der zweite Fall für Gordon Grand, aber man kann ihn, so wie ich auch, ohne jede Vorkenntnis des ersten Buches lesen. Ich mag Grand, er ist ein sympathischer, etwas verschrobener Chief Superintendend der britischen Polizei und durchaus bereit, auch mal über den Tellerrand zu blicken und ungewöhnliche Wege zu beschreiten, um einer Lösung nahe zu kommen. Auch Bradock, der Profiler und ein Freund von Grand hat es mir wirklich angetan. Hochintelligent und mit einer makaberen Faszination für die Abgründe der menschlichen Seele – toll.

Zwischendrin fand ich die Geschichte an mancher Stelle ein bisschen zu ausführlich, nicht langweilig, und ich konnte den Sinn der einen oder anderen Szene nicht so richtig erkennen. Aber zum Ende hin löst sich dann alles auf und Maximilian lässt gekonnt alle Puzzleteile ineinander fallen. Ich hatte oft Theorien, wer der Täter ist. Den naheliegendsten habe ich, wie immer, sofort ausgeschlossen, denn der ist es erfahrungsgemäß nie; aber auf den tatsächlichen Täter und das Motiv wäre ich im Leben nicht gekommen.

Zum Schreibstil ist zu sagen, dass, insbesondere ob des Alters des Autors, ich durchaus überrascht war, wie wortgewandt er sich ausdrücken kann, und wie locker und flüssig er zugleich Dialoge verfasst und die kompliziertesten Sachverhalte verständlich rüberbringen kann. Chapeau !

Fazit:

Ein junger Autor, von dem man sicher noch viel hören und lesen wird ! Klare Empfehlung ! Weiter so !

4 von 5 Sternen

 

Vielen Dank an Maximilian Seese für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars !

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