Buchvorstellung: Was der Nebel verbirgt


Was der Nebel verbirgt


von Maximilian Seese

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3061 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 418 Seiten
Verlag: Edition M (13 Dezember 2016)
ASIN: B01M0BFZOZ
Preis: 4,99 Euro (für Kindle), 9,99 Euro (Taschenbuch)
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Beschreibung:

Seit einer fehlgeschlagenen Festnahme vor vierzehn Jahren wird der Serienkiller Laxley Doherty vergeblich von der Polizei gesucht. Jetzt muss Gordon Grand, langjähriger Fahndungsleiter, auf einer Polizeikonferenz hilflos mit ansehen, wie die Akte des »Schlächters von Plymouth« offiziell geschlossen wird. Am nächsten Tag jedoch wird in London ausgerechnet die Leiche Dohertys gefunden. Erneut taucht Grand in die Ermittlungen und die Abgründe des Serienmörders ein. Je größer Grands Obsession für den Fall Doherty wird, desto näher kommt er seinen eigenen Dämonen, die im Nebel auf ihn lauern …

Meinung:

Was für ein Debüt !

Ich war ja bereits im Mai in den Genuss gekommen, das zweite Buch von Maximilian zu lesen und war davon wirklich begeistert. Als ich jetzt seinen Debüt-Roman in der Kategorie Prime-Reading gefunden habe, habe ich es mir natürlich sofort heruntergeladen.

Sehr genossen habe ich, ein bisschen mehr Hintergrundinformationen über Grand zu bekommen, denn auch wenn man Band 2 ohne Vorkenntnisse lesen kann, ist es doch schön zu wissen, warum Grand so ist wie er nunmal ist.

Was der Nebel verbirgt erzählt die Geschichte von Grands so ziemlich einzigem ungelösten Fall. Vor 14 Jahren endete eine Verfolgung im Hochmoor dramatisch – Grand kam dabei beinahe ums Leben und der „Schlächter von Plymouth“ verschwand auf Nimmerwiedersehen. Nie hat Grand aufgegeben und hat innerhalb der ihm unterstellten Einheit eigens eine SoKo ins Leben gerufen, die sich mit der Suche nach Doherty beschäftigt. Als er nun zusehen muss, wie eben dieser SoKo der Geldhahn zugedreht wird und diese geschlossen werden muss, ist das für Grand, der die höchste Aufklärungsquote überhaupt hat, ein persönlicher Verlust. Prompt werden nur einen Tag später die Leichen von Doherty und einer unbekannten Person in der Villa eines Geschäftsmanns und Selfmade-Millionärs gefunden. Und schon steckt Gordon Grand mittendrin in den Ermittlungen. Und je weiter diese fortschreiten, umso tiefer wird der Sumpf aus Geheimnissen und Korruption. Man gewinnt als Leser das Gefühl, dass die Polizei völlig im Dunkeln tappt und, völlig egal, was die Polizisten, Rechtsmediziner und so weiter auch anstellen, es erscheint alles vollkommen überflüssig, den die Ermittlungen scheinen sich im Kreis zu drehen. Die Polizei kommt einfach nicht hinter des Rätsels Lösung bis der Täter selbst Licht ins Dunkel bringt.

Maximilian ist es auch hier gelungen einen Spannungsbogen aufzubauen und diesen zu halten. Es handelt sich bei dem vorliegenden Buch meiner Ansicht nach eher um eine gut konstruierte Kriminalgeschichte als um einen Thriller, aber da sind Haarspaltereien. Die Geschichte ist klug durchdacht und logisch aufgebaut. An keiner Stelle wird es langweilig oder langatmig. Es gibt ein paar sehr ausführliche Passagen im Buch, aber das ist okay so. Die Idee, den Täter selbst das Ganze auflösen zu lassen finde ich großartig!

Das Einzige, was ich zu bemängeln habe, ist, dass (zumindest mir) sehr sehr früh schon klar war, wie die Geschichte im Großen und Ganzen verlaufen wird. Die letzten Puzzleteile haben mir gefehlt, aber der Haupthandlungsstrang war für meinen Geschmack an mancher Stelle ein bisschen zu offensichtlich. Nichtsdestotrotz hat mich das Buch von Anfang bis Ende gefesselt und äußerst gut unterhalten. Und wie Maximilian zum Ende hin alle Puzzleteile gekonnt ineinanderfallen lässt – Chapeau ! Wirklich gut durchdacht. Besonders hervorheben möchte ich noch die Qualität der Protagonisten. Maximilian hat viel Zeit und Mühe darauf verwendet, seine handelnden Personen, und sei ihre Rolle noch so klein, lebendig und vielschichtig werden zu lassen – wirklich toll !

Fazit:

Ein gelungenes Debüt ! Ich hoffe auf weitere Bücher von Maximilian !

4 von 5 Sternen

 

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