Buchvorstellung: Thelma: Ist es Wahnsinn oder Methode?


Thelma: Ist es Wahnsinn oder Methode?


von Gerhard Etzel

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 501 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 268 Seiten
Verlag: TWENTYSIX; Auflage: 1 (05. März 2018)
ASIN: B07B7PYK95
Preis: 5,99 Euro (für Kindle), 9,99 Euro (Taschenbuch)
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Beschreibung:

Ein Mord ist ein Verbrechen, das Emotionen weckt, die alle und alles verändern. Niemand bleibt davon unberührt, vor allem nicht die Angehörigen und Freunde des Opfers. Aber auch nicht die Täter, die Zeugen und die Ermittler.
Ein Mord wirkt sich auf unvorhersehbare Weise auf das Verhalten aller Betroffenen aus.
So auch bei Thelma, der Tochter von Theodor König, Chef von Königs Hofgut. Er ist mit dem Mountainbike zu Tode gestürzt. Ein alter Mann taucht auf und behauptet, er sei ermordet worden. Thelma versucht herauszufinden, was wirklich passiert ist.
Erst nach einiger Zeit wird die Kriminalpolizei aufmerksam und beginnt mit Ermittlungen, aber ohne große Hoffnung auf Erfolg.
Thelma beschließt, die Tatverdächtigen zu einem Krimispiel einzuladen, in der Hoffnung, der oder die Täter würden sich dabei verraten.
Kann das Spiel gelingen? Und wenn, was wird Thelma mit den dabei gewonnenen Erkenntnissen anfangen? Wird die Kriminalpolizei doch noch erfolgreich sein?

Meinung:

Herr Etzel hat mich angeschrieben, ob ich nicht Lust hätte, seinen neuen Roman zu lesen – klar hab ich das 🙂 Ich lese doch sowieso gerne und am liebsten gut gemachte Krimis. Und ich wurde nicht enttäuscht !

Eine gute Idee, die hier umgesetzt wird: ein Mann stürzt mit dem Mountainbike und verunglückt tödlich. Die Polizei legt den Fall als Unfall ad acta. Doch dann taucht plötzlich ein alter Mann auf und erzählt Freunden der Tochter des Verunglückten, dass es keineswegs ein Unfall war, sondern ein geplanter Anschlag. Thelma, die Tochter, beginnt daraufhin auf eigene Faust zu ermitteln. Sie ist sich sicher, den Täter zu kennen und versucht mit einem Krimispiel den vermeintlichen Täter zu einem Geständnis zu bewegen.

Klug durchdacht und ohne Logikfehler erzählt Etzel die Geschichte von Thelma, die, mit Unterstützung ihrer Freundin Helen und den Kriminalbeamten Danner und Ziegler, versucht die Täter zu überführen. Ein bisschen schade fand ich, dass eigentlich von Anfang an klar war, wer die Täter sind und es dahingehend auch keine Überraschung mehr gab. Das hätte ich so eigentlich nicht unbedingt erwartet.

Nichtsdestotrotz ist das Buch weiterhin spannend, denn die Motive bleiben eine Weile unklar und auch, wie genau sich alles abgespielt hat. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse ein bisschen und es kommt auch für meinen Geschmack ein bisschen viel Drama auf, aber das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Der ganze Krimi ist durchweg klug aufgebaut und spannend. Die Dialoge fand ich teilweise ein bisschen steif, aber das war noch okay. Jedes Puzzleteilchen fügt sich logisch in das Gesamtkonstrukt ein. Was ich mir allerdings gewünscht hätte, wäre die Rolle des Informanten etwas auszubauen. Über ihn erfährt man überhaupt nichts – vor allem nicht, warum er sich so ziert, in den Fall verwickelt zu werden.

Generell kommt das Ende zwar nicht überraschend, aber doch ziemlich überstürzt. 20 Seiten mehr wären schön gewesen – einfach nur für die kleine Leser-Seele. Für die Geschichte selbst ist alles gesagt. Die Geschichte plätschert vor sich hin – es ist nie langweilig und ich wollte immer wissen wie es weiter geht, der Spannungsbogen ist also wirklich gut gelungen.

Fazit:

Ein wirklich gelungener Roman. Eine, für mich in einem Roman, neue Idee. Solche Krimispiele kenne ich nur im Zusammenhang mit Essen 😉 Toll umgesetzt ! Leseempfehlung !

4 von 5 Sternen

 

 
Vielen Dank an Gerhard Etzel für das Rezensionsexemplar.

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