Strickliesl: Lacetuch „Azteca“

Endlich ! Das hat ewig gedauert ! Okay, ich hab zwei von den Tüchern gestrickt, aber das graue hat mich beinahe um den Verstand gebracht 😛

Erst hab ich nach 1/3 ein gutes Stück wieder auftrennen müssen, weil ich mich irgendwo unterwegs verzählt hatte und gar nix mehr gestimmt hat, dann wollte die Freundin, für die es ist, das gerne etwas größer haben als in der Anleitung beschrieben. Das ist ja an sich kein Problem, denn man wiederholt den Mustersatz einfach beliebig – aber mit beinahe 500 M auf der Nadel wird eine Hin- und Rückreihe langsam zu einem abendfüllenden Programm 😛 Für einmal hin und her hab ich also zum Ende hin gut und gerne 30 Minuten gebraucht, was nicht zuletzt auch der vollends erschöpften Kapazität meiner Rundstricknadel geschuldet war – obwohl ich mit einem 120er Seil eh schon an der oberen Grenze des käuflich erwerblichen angelangt war …

Wie dem auch sei, ich hab’s geschafft. 😀 Es hat mich beinahe 9 Monate gekostet, wobei ich natürlich über den Sommer das Ding überhaupt nicht angefasst habe, denn bei 30°C im Schatten Alpaka-Wolle zu verstricken, das ist wirklich kein Vergnügen. 😛 Das klebt und fusselt – *hatschi* – scheußlich. Macht keinen Spaß.

Hier also mein Material: gute 200 g Wolle (Schachenmayr Fashion Soft Mix mit Baby Alpaca, LL 25 g / 113 m, Rundstricknadel 3,0 (120 cm), Maschenmarkierer

Das Tuch ist vergleichweise einfach zu stricken und den Anfang hat man schnell, denn man beginnt mit 7 Maschen im Anschlag. Dadurch, dass man pro Hinreihe 4 Maschen zunimmt, erhält man zum einen die Dreiecksform, zum anderen kommt da ziemlich schnell was an Maschen auf die Nadel.

Das Muster ist durchaus effektvoll und dennoch auch für mittelmäßig geübte Stricker gut nachzuarbeiten – der detaillierte Arbeitsbeschrieb ist gut verständlich und lässt sich prima umsetzen. Wenn man erstmal ein, zwei Mustersätze gestrickt hat, braucht’s auch die Anleitung nicht mehr wirklich – dann „sieht“ das geübte Auge, wie es weitergeht. Man hat das als Stricker einfach irgendwie im Gefühl letztenendes.

Was für mich bei solchen Strickstücken unverzichtbar ist, sind die Maschenmarkierer – wie oft hab ich die Mittelmasche verpasst, weil ich einfach nicht dran gedacht habe, dass die in der ganzen Arbeit glatt rechts gestrickt werden muss – also auch in dem Teil, der eigentlich kraus rechts ist … 🙄 Mit einem Maschenmarkierer kann man diese Mittelmasche also von der Strickarbeit abheben, so dass sie mehr auffällt. Hat super geklappt !

Die Anleitung ist wieder von Jollyknits – einem meiner Lieblingsanbieter für Strickanleitungen und -zubehör 🙂 Diesmal ist es leider keine kostenlose Anleitung, sondern schlägt mit 4,50 Euro zu Buche, aber für mich war es das wert ! 🙂

Viel Spaß beim Nachstricken ! 🙂

 

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