Buchvorstellung: Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens

Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
von Sebastian Niedlich

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1075 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 335 Seiten
Verlag: dotbooks Verlag, Auflage: 1 (30. Dezember 2013)
ASIN: B00GTO5B50
Preis: 2,99 Euro (für Kindle), 9,99 Euro (Taschenbuch)
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Beschreibung:

„Meine Gabe, den Tod anderer Leute voraussehen zu können, hat schon was. Gibt ein prima Partyspiel. ‚Hey, ich sage euch, wer als Nächstes stirbt!‘ Spaß für die ganze Familie!“

Freunde sind etwas Wunderbares. Und manchmal findet man sie an den ungewöhnlichsten Orten. Martin hätte allerdings darauf verzichten können, am Sterbebett seiner Großmutter die Bekanntschaft des leibhaftigen Todes zu machen. Dieser hat sich eingefunden, um die Seele der alten Dame sicher ins Jenseits zu befördern – und ist begeistert, dass ihn endlich jemand sehen und hören kann. Für ihn steht fest: Martin und er sind dazu bestimmt, beste Freunde zu werden. Schließlich ist er ein echt netter Typ! Und hey: Niemand kann so glaubhaft versichern, dass man weder an Langeweile, noch an einem gebrochenen Herzen sterben kann … Im Laufe der Zeit gewöhnt Martin sich daran, dass der Leibhaftige stets bei ihm auftaucht, wenn er es am wenigsten gebrauchen kann. Doch als er eine ganz besondere Frau kennenlernt, muss er sich eine entscheidende Frage stellen: Macht es überhaupt Sinn zu leben, zu lieben und nach dem Glück zu suchen, wenn am Ende doch immer der Tod wartet?

Meinung:

Köstlich ! Eigentlich hab ich das Buch nur geladen, weil ich das Cover und den Titel so witzig fand; ich bin also ohne großartige Erwartung in das Buch eingestiegen und war von Anfang an begeistert. Mit viel Witz und einer gehörigen Portion schwarzem Humor hat Niedlich einen wunderbare schwarze Komödie geschaffen, ohne zu sehr ins Klischeehafte abzudriften.

Der Tod an sich ist ja eher schwere Kost und mithin eher ein Tabuthema also eine ideale Romanvorlage. Nichtsdestotrotz gelingt es Niedlich nie die Ernsthaftigkeit des Themas aus den Augen zu verlieren.

Ich finde es äußerst gelungen, ein 7 Jahre altes Kind in die Hauptrolle schlüpfen zu lassen – so alt ist Martin nämlich, als ihm der Leibhaftige zum ersten Mal begegnet und die beiden feststellen, dass der Lebende den Toten sehen und hören kann. Es ist der Beginn einer schwierigen und doch anrührenden und wunderbaren Freundschaft.

Martin wird älter und hinterfragt immer mehr, was zur Folge hat, dass er und Tod immer wieder in Streit geraten, da sie, verständlicherweise, vollkommen konträre Ansichten zu den Themen Leben und Tod haben. Dennoch denken die beiden jeweils über die Aussagen und Ansichten des jeweils anderen nach – wie Freunde das nunmal so tun. Schließlich beschließt Martin Medizin zu studieren um möglichst viele Menschen vor dem Tod bewahren zu können – Tod nimmt ihm das übel, denn er ist der festen Überzeugung, dass Martin sein Nachfolger werden muss.

Ich mag den Schreibstil. Die Geschichte profitiert absolut davon, dass sie eine Erzählung ist – Martin erzählt einfach seine Lebensgeschichte. Die Dialoge der beiden sind oftmals ernst und manchesmal wunderbar (ungewollt) witzig, was mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht (sehr zur Verwunderung meiner Mitreisenden in Bus & Bahn 😀 ) und mich an der ein oder anderen Stelle auch mal laut lachen lassen hat.

Das Ende, das bereits im Prolog beginnt, ist überraschend und doch auch wieder nicht. Irgendwie 😉

Fazit:

Großartig ! Der Tod ist nicht das Ende, sondern der Fortschritt. Leseempfehlung !

5 von 5 Sternen

 

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