Buchvorstellung: Das Geheimnis der Bibliothek

Das Geheimnis der Bibliothek:
Ein Peru-Thriller
von Ernst Michael Schwarz

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 4011 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 146 Seiten
ASIN: B01BLFP9P8
Preis: 5,83 Euro (für Kindle)
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Beschreibung:

Bei Bauarbeiten im Jahre 2009 wurden auf dem Gelände der Universität von Lima (Peru), im ehemaligen Iglesia y Convento San Francsico, in einer versteckten Bibliothek der Dominikaner brisante Dokumente und Schriften gefunden. Der Vatikan, der Erzbischof von Lima und der Opus Dei werden in den Fall involviert. Die Dokumente gehen auf Geschehnisse des 1. Jahrhunderts in Gallien, Rom und Alexandria zurück.
Zur Entschlüsselung der Schriften wird aus den USA eine bekannte Altertums- und Sprachwissenschaftlerin eingeflogen. Eine geheime Organisation versucht mit allen Mitteln, die Entschlüsselung der Schriften zu verhindern. Eine gnadenlose Jagd durch Peru beginnt und endet erst im Geheimarchiv des Vatikans und auf den Straßen Roms.

Meinung:

Schwarz hat eine gute Geschichte geschaffen – der Plot ist spannend und er versteht es, einen Spannungsbogen aufzubauen und auch, mal mehr mal weniger, zu halten.

Die Wechsel der Szenerien, also zwischen der Gegenwart und dem 1. Jh. n. Chr. sind gelungen; beide Handlungsstränge sind in sich stimmig und harmonieren miteinander, so dass nie das Gefühl aufkommt, man lese zwei Bücher gleichzeitig.

Natürlich ist die Idee mit den Dokumenten-Funden, die das Christentum in seinen Grundfesten erschüttern können, keine neue, aber in der von Schwarz gewählten Art durchaus eher ungewöhnlich und interessant zu lesen.

Die Geschichte spielt in Peru, einem Land, das von Korruption gezeichnet ist, und in dem sprichwörtlich Geld regiert. Dort werden, auf dem Gelände eines ehemaligen Konvents, Dokumente und Schriften aus der Zeit Christi gefunden. Es werden keine Kosten und Mühen gescheut – Professor Sigalit Blumberg, eine Spezialistin für altaramäische Schriften, wird eigens aus den USA eingeflogen und mit allen technischen Finessen ausgestattet, um die Echtheit der Dokumente zu prüfen und dieselben zu übersetzen. Natürlich lässt sich ein solcher Fund nicht lange geheim halten und so sind bald allerlei Halunken der jungen, hübschen Professorin und ihrer Entourage aus Würdenträgern, Elitekämpfern und Supernumerariern auf den Fersen.

Ein bisschen schade finde ich, dass die Hauptfiguren so „hingeschludert“ sind – hier hätte ich mir ein bisschen mehr Details gewünscht. Man kann sich nicht einfühlen in Sigalit oder Pater Delgado, auch nicht in die anderen Protagonisten. Aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache.

Was mich wirklich gestört und mir auch so ein bisschen den Spaß am Lesen vergällt hat, ist das fehlende Lektorat. Ich habe das Buch zwar im Rahmen einer kostenlosen Download-Aktion erhalten; aber wenn man beinahe 6 Euro für ein e-Book verlangt, dann dürfen solche Fehler nicht mehr vorkommen. Formatfehler, Seitenumbrüche wo keine hingehören, sind das eine und kann man unter „Schönheitsfehler“ abhaken, aber: Satzzeichen sind keine Rudeltiere, gängige Rechtschreibung sollte auch einem Hobby-Autor geläufig sein und wer seitenweise die Namen seiner Protagonisten „verhunaggelt“ … grenzwertig.

Das Ende hat mich tatsächlich überrascht – das kommt nicht so oft vor. Allerdings hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass dem Autor die Lust am Schreiben abhanden gekommen ist: wurde seitenlang alles wunderbar aufgebaut, geschickt Fragezeichen beim Leser hinterlassen, so wurde am Ende alles auf gefühlt anderthalb Seiten aufgelöst. Ein bisschen mehr Ausdauer zum Ende hin wäre schön gewesen.

Fazit:

Alles in allem eine gelungene Geschichte. Ein professionelles Lektorat und ein ein bisschen längerer Schluss, dann gibt’s einen Stern mehr. Wegen der vielen Fehler kann ich dieses mal leider nur

3 von 5 Sternen


vergeben.

 

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