Buchvorstellung: Feuer und Stein

Feuer und Stein


Jamie und Claire (Outlander) I


von Diana Gabaldon

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2749 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 1.136 Seiten
Verlag: Knaur eBook; Auflage: 1 (24. April 2015)
ASIN: B00R5C2YAU
Preis: 12,99 Euro (für Kindle), 14,99 Euro (Broschiert)
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Beschreibung:

Schottland, 1945: Die englische Krankenschwester Claire Randall ist in den zweiten Flitterwochen, als sie neugierig einen alten Steinkreis betritt und darin auf einmal ohnmächtig wird. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich im Jahr 1743 – und ist von jetzt auf gleich eine Fremde. Bis sie Jamie Fraser kennenlernt, der bald ihr Schicksal für immer verändern wird …

Meinung:

Oh. Mein. Gott. Ich bin Fan von Jamie und Claire ! Aber sowas von. Und schon so lange ! Vor über 20 Jahren habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen und war damals schon hin und weg. Dazwischen hab ich es noch etliche Mal gelesen (u.a. immer, wenn ein neuer Band dazu kam, denn die Reihe besteht aus 8 Büchern) und ich habe immer wieder etwas entdeckt, was mir davor „entgangen“ war. So eine großartige Geschichte !

Claire spaziert an Beltane am Craigh na Dun in der Nähe von Inverness, Schottland, durch einen Steinkreis. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich an der gleichen Stelle – allerdings im Schottland des 18. Jahrhunderts und inmitten eines Kampfes zwischen einer schottischen Reisegruppe mit rotberockten Soldaten der britischen Krone.

Die ersten 70 Seiten ziehen sich beinahe endlos (spielt in der (relativen) Gegenwart) – aber mit dem Moment, in dem Claire in der Zeit zurück reist, nimmt die Geschichte Fahrt auf und wird sowas von fesselnd, dass man das Buch am liebsten nicht mehr weg legen möchte.

Diana Gabaldon hat hervorragend recherchiert und so erhält man einen guten Eindruck vom Leben in den schottischen Highlands im 18. Jahrhundert. Die verzwickten Familienbande der einzelnen Clans, die Unterdrückung durch König George und der Wunsch einiger Jakobiten nach der Wiedereinsetzung von Bonnie Prince Charlie auf den Thron von England. Gerade dem 2. Weltkrieg entkommen, stolpert Claire in den nächsten Krieg – geführt mit Schwertern und Steinschlagpistolen. Unter den Schotten, die Claire finden, befindet sich Jamie – einer der attraktivsten Männer der jüngeren Literaturgeschichte. Jamie ist ein echter Recke und trotz seines zarten Alters von Anfang 20 bereits äußerst kampferfahren, hat schlimmste Folter überstanden und trotz allem ist er einfach herrlich unschuldig in seiner Art. Man verliebt sich auf der Stelle in den rothaarigen Hünen und wünscht sich nichts mehr, als dass er und Claire endlich zueinander finden – auch wenn die Umstände … nunja, zumindest fragwürdig sind. Es ist eine der schönsten Liebesgeschichten, die je den Weg in ein Buch gefunden hat. So echt, so herzlich, so romantisch und doch so wild, so normal. Einfach wunderbar. Man kann schwerlich genug bekommen von Jamie und Claire und wie sie sich aneinander gewöhnen und zueinander finden. Diese unendlich tiefe Liebe der beiden, wärmt einem das Herz ohne schnulzig zu werden. Großartig !

Vom Stil her finde ich die neue Übersetzung (um die es sich hier handelt) nicht ganz so gelungen, wie die alte, aber man kann es immer noch sehr gut lesen. Es ist an mancher Stelle ein bisschen holprig, aber nicht störend. Diana Gabaldon ist ein Freund der Schachtelsätze und manch eine Passage muss man öfter lesen, damit man wirklich den Sinnzusammenhang erfasst. Das Buch bedient gekonnt alles, was der „Normalbürger“ sich für Vorstellungen vom 18. Jahrhundert macht: Prüderie, Armut, Dreck, Aberglaube, Hexenverfolgung – daneben kommen aber auch die politischen Umstände zu dieser Zeit und in dem Teil des Landes nicht zu kurz; man kann eine Menge geschichtliche Hintergründe lernen, wenn man das möchte.

An keiner Stelle wird die Geschichte langatmig oder langweilig, was bei so langen Geschichten, wie ich finde, ja immer die große Gefahr ist. Gabaldon versteht sich allerdings hervorragend darauf, den Leser bei der Stange zu halten. Man leidet, hofft und liebt mit Jamie und Claire und kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es denn nun mit den beiden weiter gehen wird.

Fazit:

Wer nach diesem Buch nicht nach Schottland will um selbst durch die Zeit zu reisen, dem ist nich zu helfen … Eine großartige Geschichte und für mich persönlich ist das ein Buch, dass man gelesen haben muss. Und zwar mehrmals. Einfach nur großartig und eines meiner absoluten Lieblingsbücher ! Von mir gibt’s eine uneingeschränkte Leseempfehlung und volle

5 von 5 Sternen

 

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