Buchvorstellung: Die Tote von Schönbrunn

Die Tote von Schönbrunn
Ein historischer Wien-Krimi
von Edith Kneifl

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2502 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 272 Seiten
Verlag: Haymon Verlag; Auflage 1
ASIN: B00EO3T9YW
Preis: 7,99 Euro (für Kindle), 9,95 Euro (Taschenbuch)
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Beschreibung:

Ganz Wien ist schockiert ob der Nachricht, dass die geliebte Kaiserin Sisi in Genf von einem italienischen Anarchisten erdolcht worden ist. Die Anteilnahme der Wiener ist, trotz des Umstandes, dass die Kaiserin in den letzten Jahre so gut wie nicht mehr in der Öffentlichkeit war, ungebrochen. Während der Trauerfeier kommt es auf Schloss Schönbrunn zu einem Mord. In Sisi’s Badezimmer wird eine junge Adelige, die der jungen Kaiserin ähnlich sieht, mit einer Schere zu Tode gebracht. Noch während die Ermittlungen laufen, geschehen weitere Morde. Die Polizei tappt im Dunkeln. Von einem zweiten „Jack the Ripper“ ist die Rede. Als die Halbschwester von Gustav im Park angegriffen wird, wird er von seinem Vater, Graf Batheny, beauftragt, herauszufinden wer hinter den Morden steckt.

Mit tatkräftiger Unterstützung seiner Tante Vera, seinem Freund Rudi (seines Zeichens Polizei-Oberkommisär) und auch durch die Beziehungen seines Vaters, der bei Hof nahezu überall Zugang erhält, macht sich Gustav von Karoly daran dem Morden ein Ende zu bereiten.

Meinung:

Beinahe augenblicklich fühlt man sich um 150 Jahre zurück in das alte Wien versetzt. Die Autorin versteht sich darauf, die Schauplätze detailliert zu beschreiben und man glaubt beinahe mittendrin zu stehen, im Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts. In den Kaffeehäusern, bei den Soupers, Empfängen und Bällen, den Fiakern und Gaslaternen … Man erhält aber nicht nur Einblick in die aristokratischen Kreise, sondern Edith Kneifl zeigt in ihrem Roman auch die ärmeren Stadtteile von Wien.

So detailgenau beschreibt sie die Stadt und das (dekadente) Leben der Aristokratie, dass die Ermittlungsarbeit von Gustav oftmals ins Hintertreffen gerät. Der Schwerpunkt liegt eher darauf, dem Leser Einblicke in das Leben der Protagonisten zu geben. So bewegt sich Gustav, wenngleich selbst eher in ärmlicheren Verhältnissen zuhause, äußerst gewandt in den aristokratischen Kreisen; auch oder gerade weil er ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater, Graf Batheny, hat.

Die Geschichte liest sich gut und flüssig, auch wenn es für mich kein Krimi ist, sondern eher eine historische Erzählung, die hin und wieder mit spannenden Teilen gespickt ist. Kneifl verwendet die Sprache des ausgehenden 19. Jahrhunderts, was der Geschichte noch ein bisschen mehr Authentizität verleiht, ab und an tauchen typische Wiener Begrifflichkeiten auf, die leider nicht erklärt werden, was aber zum Verständnis der Geschichte nicht wirklich notwendig ist. Kneifl hat eine wirklich gute Geschichte geschaffen, die äußerst komplex ist und zugleich äußerst informativ. Man bekommt einen guten Einblick in das Wien des ausgehenden 19. Jahrhunderts.

Fazit:

Alles in allem eine gelungene Geschichte. Es gibt Punktabzüge, weil ich mir von einem Krimi etwas anderes erwartet hatte. Auch wenn die Geschichte wirklich gut ist; ein Krimi ist sie nicht. Daher gibt es von mir

3 von 5 Sternen



 

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